Zugehört III
Harmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, der die ständigen Verspätungen der Deutschen Bahn jahrelang hartnäckig mit immer neuen Varianten des Satzes “Selbstmörder sind Schuld an Verspätungen.” zu rechtfertigen versuchte - kommentiert von Harald Schmidt:
“Oft sind das keine Selbstmörder, sondern Reisende, die am Gleis horchen, wann endlich der Zug kommt.”
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Am 26. November 2006 um 23:36 Uhr
[…] Wenn ich schon dabei bin, mit dem Osten im Allgemeinen und Berlin im besonderen solidarisch zu sein, muss ich eh mal ganz allgemein bahn-spass.de empfehlen. Als innerlich zerrissener und widersprüchlicher Charakter, wie vielschichtige, attraktive und intellektuelle Menschen wie ich eben neigen zu sein, mache ich das natürlich mit einer ganz und gar positiven Beschreibung einer Bahnreise dieses Wochenende, was dem Charakter von bahn-spass nun vollkommen widerspricht. Denn die Reise war durchgehend erfreulich, begann in Bochum am Freitag, führte mich mit Verspätung “wegen Personenschaden” gen Köln, wo ich anschließend wegen fast halbstündiger Verspätung meines Zugs meinen Anschluss nach Mannheim nicht mehr bekam, aber stattdessen einen ebenfalls verspäteten ICE gleich direkt nach Stuttgart, weshalb ich praktisch pünktlich und wie geplant dort ankam. Grund der Verspätung meines Alternativanschlusszugs vermochte ich nicht zu eruieren, was mich der Grübelei darüber enthebt, ob ich meine pünktliche Anreise auch am Ende dem Freitod eines bedauernswerten Mitmenschen verdanke und ob das nun im Nachhinein seinem Tod einen Sinn gegeben hat. […]