ICE Falsch abgebogen

Das sich Busse verfahren, kommt vor. Aber das sich ein ICE verfährt hat schon seltenheitswert. Aber es kommt vor, wie der Kölner Express berichtet:

Köln – Irre Panne beim ICE 625 von Köln nach München: Statt auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke landete der Zug auf dem Gleis der Eifelbahn!

Dummerweise lässt sich das nicht so leicht wie beim Bus korrigieren, die ganze Aktion hat 44 Minuten gekostet. Immer gab es auch was für die Fahrgäste zu sehen, wie das Müncher Stadtmagazin erzählt:

So konnten die Fahrgäste im ICE eine dreiviertel Stunde lang unbekanntes Terrain auf dem Weg in die falsche Richtung betrachten.

Allerdings bin ich mir sicher, die meisten hätten auf den Ausblick verzichten können.

9 Meinungen der Mitfahrer vorhanden zu “ICE Falsch abgebogen”

  1. Senderin

    In der Eifel soll es ja sehr schön sein. Hoffentlich hat die Bahn für die zusätzlich gefahrenen Kilometer nicht auch noch einen Zuschlag von den Fahrgästen verlangt. ;-)

  2. clekis

    Naja, bis in die Eifel kann der Zug nicht gekommen sein, denn dafür müsste er schon stromlos fahren können und das kann der ICE3 nicht ;)
    Vermutlich sollte der ICE von Köln Hbf über die Südbrücke rausfahren und ist dank dem Stellwerker in Köln Süd nicht links abgebogen, sondern geradeaus weiter….

  3. Björn

    Also ich mache mir gerade Sorgen um die Betriebssicherheit, eine falsche gestellte Weiche ist ja keine kleine Sache, nächstes Mal kommt einem dann da auch noch ein anderer Zug entgegen? Ich wollte am 25 mit der Bahn nach Berlin fahren, ich glaube ich nehme lieber den Bus!

  4. clekis

    @Björn:
    Die falsch gestellte Weiche war ja kein Fehler, der die Sicherheit gefährdet.
    Die Weiche war sozusagen wissentlich in die falsche Richtugn gestellt, was dem Triebfahrzeugführer und dem Stellwerker hätte auffallen müssen….
    Der Stellwerker (Fahrdienstleiter) hat vermutlich nicht richtig hingeguckt und statt dem Knöpfchen für “Südbrücke” das für “Hürth-Kalscheuren” gedrückt.
    Ein Zug kann nicht so einfach auf “deinem” Gleis entgegenkommen…

    Du musst also keine Angst haben vor deiner geplanten Fahrt

  5. sepp

    das bahnnetz ist in vieel abschnitte eingeteilt. durch pc-überwachung kann es normal nicht vorkommen, dass sich mehr als 1 zug in eine abschnitt befindet. daher dürfte die wahrscheinlichkeit für nen frontalzusammenstof sehr gering sein

  6. proXon

    Es passiert höchstens, dass der Führer vlt die “Abzweigung” nicht bemerkt und nach der Weiche wie üblich wieder aufs Gas (ok…Strom) drückt und sich irgendwann wundert, weshalb die Strecke auf einmal so ruckelt :) Und so kurvig ist

  7. Wastel

    PC-Überwachung?
    Tschuldigung, aber da muß jetzt mal ein GROSSES *LOL* rein.

    ja, es gibt auf vielen Hauptstrecken (aber wirklich nicht allen!!) elektronische Stellwerke, aber auf vielen Nebenbahnen herscht auch heute Betrieb wie zu Großmutters Zeiten (mit Hebel ziehen und allem).

    Aber sei beruhigt, selbst die 60 Jahre alte Technik hatte schon sehr effektive Sperrmechanismen um Frontal oder Flankenfahrten von Zügen zu verhindern.

    Die immer wieder passierneden Unfälle sind leider zu 99% auf menschliches Versagen zurückzuführen.

    Hat das Stellwerk keine Zugnummernstellanlage (was bei den großen Verteilerbahnhöfen mit zwar vielen aber nicht regelmäßigen Zugfahrten durchaus der Fall sein kann) so obliegt das Stellen der Fahrstraße (trotz Copmuter) immer noch einem Menschen, und der macht auch mal Fehler. Wahrscheinlich wurde erst zu spät bemerkt, daß die falsche Fahrstraße eingelaufen ist. Befindet sich der Zug erst einmal in selbiger kann die Fahrstraße (eben aus Sicherheitsgründen) auch nicht einfach ohne weiteres aufgelöst werden. Es war daher wahrscheinlich die einfachste Lösung den Zug einfach umzuleiten, als (was bahnrechtlich auch nur sehr kompliziert möglich ist) einfach “rückwärts” zu fahren.

  8. SaschaP

    Naja, aber zumindest sollte schon deshalb ja kein Zug entgegenkommen, weil die Eifelbahn-Fahrspur dann blockiert ist. Und etwaige entgegenkommende RBs können ja notfalls auf die Ausweichgleise umgelegt werden, und der ICE darf auf der Strecke eh nicht über 120 fahren (daher wird es auch nicht so sehr ruckeln, denn für den Zugführer haben ja diese Geschwindigkeitsanzeigen am Schienenrand Vorrang vor irgendwelchen Kursbüchern)

  9. Robert.NET

    Ist mir vor ein paar Monaten mit dem ICE von Dortmund nach München passiert. Zwischen Bochum und Essen, ich wunderte mich als stäniger Pendler zwischen Dortmund und München schon über die neuen landschaftlichen Eindrücke, bis dann der ICE zum Stehen kam. Nein diesmal kein Personenschaden, schon sechs mal erlebt, sondern wohl ein Personenirrtum. So verlautete dann durch den Lautsprecher, dass man auf ein falsches Gleis geraten sei. Zum Glück war dort niemand sehr entgegenkommend. Das alles sorgte bis München für eine halbe Stunde Verspätung.

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