Nach Rauchverbot nun das Alkohol- und warme Speisen-Verbot
In Düsseldorf ist nicht nur das Rauchen in den Fahrzeugen der Rheinbahn und den U-Bahnhöfen untersagt, sondern seit neustem auch Alkohol und warme Speisen, wie RP-Online berichtet.
Interessanterweise wird dieses Verbot sowohl durchgesetzt
Der Versuch, mit einer triefenden Pizza den U-Bahnhof an der Heinrich-Heine-Allee zu betreten, wird im Keim erstickt. Zwei Security-Leute weisen freundlich aber bestimmt darauf hin, dass der Verzehr oberirdisch vonstatten zu gehen habe
(…)
Auch bei Busfahrer Jürgen Burkhardt am Jan-Wellem-Platz ist bereits an der Eingangstür Endstation-mit der heißen Portion Pommes frites in der Hand
als auch von den Fahrgästen angenommen
In der U-Bahn Richtung Oberkassel erntet der Pizzaverzehrende irritierte Blicke der Fahrgäste - die neue Regelung scheint bereits nach nur einem Tag durchaus Fuß in der Bevölkerung gefasst zu haben. „Das ist verboten, das steht doch überall zu lesen“, ruft ein älterer Herr, durchaus etwas verärgert.
Auch wenn ich die Gründe nachvollziehen kann, frage ich mich, ob diese Aktion wirklich nötig ist. Ob jemand betrunken und lallend/pöbelnd mit einer Flasche Bier in der Hand U-Bahn fährt oder betrunken und lallend/pöbelnd ohne Flasche Bier macht nicht wirklich einen Unterschied. Und beim Essen ist die Rheinbahn inkonsequent. Wirklich störend ist da am meisten der Dreck, der entsteht wenn irgendwas tropft oder zu Boden fällt. Und da gibt es zwischen warmen und kalten Speisen keinen so großen Unterschied, wie auch ein Busfahrer in dem Artikel sagt:
Er hätte es sogar gerne gesehen, wenn Essen und Trinken im Bus generell untersagt worden wäre, sagt der Fahrer - wenn etwa Speiseeis auf den Boden tropfe, sei das in der Regel gefährlicher als Pizza oder Pommes.
Und die Gerüche, die von warmen Essen ausgehen, nun, da gibt es weitaus schlimmere Gerüche.
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Am 11. Juni 2007 um 11:14 Uhr
Das Alkoholverbot wünscht sich wohl jeder, der einmal in der Kegelclub-Saison die Strecke Bonn-Bad Hönnigen gefahren ist.
Die Saufen sich da voll und belästigen jeden der durchgeht. Lustigerweise kann man sich sicher sein, dass kein Schaffner durchgeht, wenn die Bahn mit diesem Gesindel gefüllt ist.
Das Essensverbot kann ich weniger verstehen. Wenns aber wirklich jemanden stört wäre ich bereit, auf meine wöchentliche Portion McD zu verzichten
Am 11. Juni 2007 um 13:24 Uhr
seitdem neulich mal morgens zu irgendeiner 7 uhr-unzeit der döner meines sitznachbarn im bus auf meine hose sprang, bin ich begeisterte anhängerin von essensverboten im umkreis von mindestens 2 metern um mich herum.
Am 11. Juni 2007 um 18:48 Uhr
In Aachen wird das zumindest von einigen Busfahrern so gehandhabt. Nichts, was klebrige Flecken hinterlassen kann. Krümeln ist erlaubt. Wasser ja, Cola nein. Ob kalt oder heiß, ist egal. Keine Ahnung, ob das in den Beförderungsbedingungen steht. Finde ich eigentlich vernünftig.
Am 11. Juni 2007 um 22:14 Uhr
komme aus ddorf und bin ja “betroffen”. also ich finde es gut, es ist wirklich ekelhaft wenn dir in der straßenbahn, u-bahn oder sonstwas einer gegenübersitzt, der ne saumäßige fahne hat.
essen hat mich nie gestört.
Am 12. Juni 2007 um 15:07 Uhr
Wollte schon sagen, also wenn es nur warme Speisen sind dann lasse ich die Pizza halt abkühlen und gehe dann runter und dann dürfen die Securitytypen auch gerne n Thermometer zur Überprüfung benutzen ^^
Am 12. Juni 2007 um 17:44 Uhr
bus ist mir klar, da würd ich netmal auf die idee kommen mein frühstücksschokohörnchen zu verputzen. andere gehn mit coffee-2-go rein, ist aber dann a ne ausnahme und die “neue jugend”.
in straßenbahnen und ubahnen: net grad in der rushhour bitte essen! da ess ich aber a schomal ne kleinigkeit oder trink was. dauert ja auch meist dann länger.
also in nürnberg, wo ich scho länger nimmer wohn, ist mir noch nie einer mit ner pizza oder döner reingekommen. also essend. dabei habend schon um sie dann danach zu verputzen.
anscheinend doch anständiger als bei euch *g*. muss ja auch net sein nen gängemenü auszupacken. abends wenns leer ist nen burger ja ok.
und im bus: na hilfe wer kommt denn da auf so ne ideotische idee?
Am 13. Juni 2007 um 17:09 Uhr
Was mich nur wundert, ist die Tatsache, dass die Rheinbahn mit dem Argument “Ergebnis einer Kundenbefragung” herkommt, der subjektive Störfaktor Nr.1 im ÖPNV - sogenannte Musikhandys - aber nicht berücksichtigt wurden.
Na gut, ich gebe zu und bedaure, dass *mich* keiner gefragt hat
Am 13. Juni 2007 um 19:13 Uhr
@andi: schöner beitrag im forum, hät am liebsten meinen mull dazu gegeben, meld mich jetz aber mal nicht an.
jo versteh ich auch nicht warum die kids, unsere eigentliche zukunft, meinen ihren “mini-ghetto-blaster” da laufen zu lassen. wie als würde es jemanden interessieren welche musik sie sich gerade illegeal runtergeladen hätten
Am 7. Juli 2007 um 01:43 Uhr
ich habe schon die lustigen Aufkleber an den Bussen gesehen: ABSOLUTER SCHWACHSINN: ein weiterer Schritt zur totalen Kontrolle der deutschen Bevölkerung: wen stört eine Person, die einen McDoof-Burger in der hand hält (es sei denn er hat selbst hunger - dann ist er aber eher neidisch) oder einer Flasche Bier… ich habe neue “lustige” Ideen für Busaufkleber: einen Fuß mit einer Qualmwolke, ein Baby dass schreit, einen “Hintern” mit einer Wolke und einen Mund der Quasselt” - also demnächst: “Mund zu, Füße waschen, pupsen verboten und bitte “Köter und Blagen auch draußen bleiben” - nur, wer bleibt übrig?
Am 7. Juli 2007 um 01:46 Uhr
ich weiß jetzt nicht ob`s jetzt veröffentlicht ist (ist leider sehr unübersichtlich)
Aber kurzum: wir dürfen demnächst nur noch Steuern zahlen und für 3,50 fleißig arbeiten gehen: der Rest . IST VERBOTEN - und in 5Jahren sind wir soweit, dass wir für solche Kommentare von der Stasi verhaftet werden, TOLL!!!
Am 7. Juli 2007 um 01:48 Uhr
ach so: an der Kundenbefragen hatten wahrscheinlich nur Leutchen teilgenommen, die ENDLICH mal was zu sagen haben wollen, also der dumme und intolerante Teil der Bevölkerung hat mal wieder gewonnen
Am 28. Juli 2007 um 15:50 Uhr
Ich bin betroffen. Und find das nicht gut.
Ich verstehe das mit dem Essen eher, als mit dem Alkohol - warmes Essen hat meist einen sehr intensiven Geruch, der auch andere Menschen stören kann. Und der hinterher übrigbleibende Müll wird auch meist einfach auf den Boden geworfen (was man aber auch mit ziemlich vielen anderen Sachen machen kann)
Aber wenn ich mich auf den Weg in die Altstadt mache, will ich auf dem Weg ein kleines Bier trinken und das ist nun verboten. Versteh ich nicht. Ich bin weder laut noch pöbel herum oder rülpse anderen ins Gesicht. Nun bleibt mir mein “Fuß-Pils” verwährt.
Und die kleinen Kinder mit ihrer lauten Musik aus ihren “super”Handys geht mir eindeutig mehr auf den Sack. Oder besoffene Gruppen, die vom Fussball kommen. Oder oder oder… :S
Am 2. November 2007 um 11:58 Uhr
Ohh… da is mir was im Nachtbus in KA passiert.
Wir warten zu zweit und noch relativ nüchtern (also kein pöbelnder Mob)
Naja, mein Freund wollte ein Bier, und ich habs ihm aufgemacht (als Raucher habe ich immer ein Feuerzeug)
Jedenfalls drück ich ihm das grad in die Hand, steh auf um mein Feuerzeug wieder einzustecken, als der Bus eine vollbremsung hinlegt. Ich bin von der letzten Bankreihe nach vorne gerutscht, und ein blick durch die Frontscheibe offenbarte mir eine freie Landstraße (über die wir eben noch mit soliden 70 gerauscht waren).
In diesem Moment brüllt der Busfahrer nach hinten, wir sollen das Bier sofort wieder zumachen. Hä? Naja, den Kronkorken hat ich noch in der Hand, mein Freund hat ihn dann wieder drauf gesteckt, und das hat dem Busfahrer anscheinend gereicht, freundlicherweise weiterzufahren. Grmpfl. Ich fand die Reaktion des Fahrers ein “klein wenig” übertrieben. Nicht, das er uns Verbot, bier zu trinken.
Wir kennen dieses Verbot, hatten nur schlicht weg gerade nicht dran gedacht.
Aber, einen Bus von >70 auf 0 schnell abzubremsen, ohne das irgend eine bedrohung besteht, während ein Fahrgast steht, erscheint mir zumindest “unnötig unfreundlich”
Am 27. Juni 2008 um 09:59 Uhr
das muss so sein weil das ist so gut weil das ist sehr hübsch weil muss so sein keine andere wahl einfach gut so super gemacht einfach weiter so und mehr durchsagen machen das ess und trinkverbot angesagt ist.
Am 5. April 2009 um 18:36 Uhr
Unglaublich, dass man “unterirdisch” nicht essen darf. Wie weit soll das noch gehen? Muss man jetzt immer einen Müsliriegel dabeihaben? Kaum zu glauben, ist echt traurig.
Am 31. Oktober 2009 um 00:49 Uhr
Ich finde es unverschämt, dass in der U-Bahnstation nichts Warmes gegessen werden darf, dafür aber geraucht werden darf! Mich stört der Zigarettenqualm unterirdisch viel mehr als der Geruch von Pommes oder Döner!
Am 31. Oktober 2009 um 10:27 Uhr
Moment mette,
das stimmt so nicht. In der Heinrich-Heine-Allee darf nur in der Zwischenebene geraucht werden, dort ist aber auch das Essen warmer Speisen nicht verboten.
In der eigentlichen U-Bahnstation, die sich eine Ebene tiefer befindet, darf aber, wie in allen anderen Düsseldorfer U-Bahnstationen, nicht geraucht werden.
Aber davon abgesehen halte ich die Raucherlaubnis in der Zwischenebene auch für Kappes, zumal sich die Aschenbecher direkt vor den Rolltreppen nach unten befinden, man also ständig durch eine Rauchwolke hindurch muss. Das fand ich selbst damals, als ich noch selber rauchte, ziemlich abstoßend.
Am 5. Mai 2010 um 13:47 Uhr
Wie in allen Fragen der Sucht, wieder ein inkosequentes Verhalten, weil man immer nach Kompromisse sicht, die Kunden nicht abschreckt.