Gerichtslotto zwischen Bahn und GDL
Mittlerweile gibt es die ersten Entscheidungen bezüglich der einstweiligen Verfügungen. Ich hoffe, dass ich hier alles richtig einordnen kann, da das ganze etwas verwirrend ist. So hat das Arbeitsgericht in Mainz sich in zwei Fällen als nicht zuständig erklärt und die Bahn nach Frankfurt verwiesen, woraufhin die Bahn nach Hagen gegangen ist (verstehe das wer will). Insgesamt gibt es laut Aussage der GDL 10 beantragte einstweilige Verfügungen von der Bahn und drei seitens der GDL.
Update 1.8, 19 Uhr Die Ergebnisse der heutigen Verhandlungen sind eingetragen.
Update 3.8, 13 Uhr Die Ergebnisse der Verhandlungen von gestern sind eingetragen.
Update 6.8, 23 Uhr Die Ergebnisse der Verhandlungen von heute sind eingetragen.
Nun zum Überblick:
Ich kann weder für die Korrektheit, noch die Vollständigkeit garantieren. Hinweise auf genauere Infos nehme ich gerne entgegen.
| Antragsteller | Ort | Sache | Entscheidung/Ausgang |
|---|---|---|---|
| Bahn (DB Regio AG) | Mainz | Verbot von Streiks | Am 31.7 zurückgewiesen, da die GDL noch nicht zu Streiks aufgerufen hat |
| Bahn (DB Regio NRW GmbH) | Düsseldorf | Verbot des Streikaufrufs | Antrag der Bahn am 1.8 stattgegeben |
| GDL | Düsseldorf | Berufung gegen Verbot des Streikaufrufs | Datum unbekannt |
| Bahn (DB Autozug) | Flensburg | Verbot von Streiks | Am 31.7 hat die GDL erklärt DB Autozug nicht zu bestreiken |
| Bahn (DB Autozug) | Frankfurt | Verbot von Streiks | Am 6.8 hat die GDL erklärt DB Autozug nicht zu bestreiken |
| Bahn (DB Regio) | Mainz | Verbot der Urabstimmung | Gericht hat sich für nicht zuständig erklärt und nach Frankfurt verwiesen |
| Bahn (Railon) | Mainz | Verbot der Urabstimmung | Gericht hat sich für nicht zuständig erklärt und nach Frankfurt verwiesen |
| Bahn (Railon) | Hagen | Verbot der Urabstimmung | Von der Bahn zurückgezogen |
| Bahn (Railon) | Hagen | Verbot des Streikaufrufs | Gericht hat sich für nicht zuständig erklärt und nach Frankfurt verwiesen |
| Bahn (DB VerkehrsNetz GmbH) | Chemnitz | Verbot des Streikaufrufs | Antrag der Bahn stattgegeben |
| Bahn (DB Fernverkehr) | Stuttgart | Verbot des Streikaufrufs | Gericht hat sich für nicht zuständig erklärt und nach Frankfurt verwiesen |
| GDL | Frankfurt | Verbot von Abmahnungen an streikende Lokführer | Anscheinend am 1.8 zurückgewiesen |
| GDL | Frankfurt | Verbot von Notdienstausweisen bei Streiks | Anscheinend am 1.8 zurückgewiesen |
| GDL | Frankfurt | Verbot des Briefes, der indirekt zur Offenlegung der Gewerkschaft auffordert | Am 1.8 zurückgewiesen |
| GDL | Frankfurt | Verbot von Abmahnungen an streikende Lokführer | Berufungsverfahren, Datum unbekannt |
| GDL | Frankfurt | Verbot von Notdienstausweisen bei Streiks | Berufungsverfahren, Datum unbekannt |
| GDL | Frankfurt | Verbot des Briefes, der indirekt zur Offenlegung der Gewerkschaft auffordert | Berufungsverfahren, Datum unbekannt |
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Am 1. August 2007 um 01:53 Uhr
Hm, gegenseitig zukleistern?
Am 1. August 2007 um 07:34 Uhr
Friedliches Miteinander von Arbeitgeber und -nehmer?…
Was die Bahn sich da aktuell mit Teilen ihrer Belegschaft erlaubt dient nicht gerade dem Betriebsfrieden. Da wird sich gegenseitig in einer Art Gerichtslotto mit Verfügungen zugeworfen und mehr Porzellan zersplittert, als je wieder gekittet werden kö…
Am 1. August 2007 um 09:47 Uhr
Die Gründe sind aus meiner Sicht klar, die Bahn sucht Gerichtsstandorte, die für sie günstig sind, oder zumindestens scheinen. So will die Bahn unter gar keinen Umständen nach Frankfurt am Main, da dieses Gericht 2003 schon einmal deutlich zu Gunsten der GDL entschieden hat. Ob ihre Strategie des Gerichts-Hopping aufgehen kann scheint fraglich.
Am 1. August 2007 um 09:49 Uhr
[…] Eine tabellarische Übersicht der aktuellen Gerichtsverfahren findet sich bei Bahn-Spass. […]
Am 1. August 2007 um 18:42 Uhr
[…] Infos zum Streik: Urabstimmung läuft, bis jetzt kein Verbot von Streiks « RSS-Feed der Bahnhofstafeln nun mit minutengenauen […]
Am 1. August 2007 um 18:53 Uhr
[…] Infos zum Streik: Urabstimmung läuft, bis jetzt kein Verbot von Streiks « Arbeitsgericht Düsseldorft verbietet Streiks im Nahverkehr […]
Am 2. August 2007 um 12:05 Uhr
Es ist wie an vielen anderen Stellen auch. Kleine Kinder werden bockig und sind nicht in der Lage, sich mit anderen Menschen ernsthaft zu unterhalten.
Wozu gibt es schließlich Gerichte in Deutschland? Nicht, daß Ihr denkt, die würden Verbrecher hinter Gittern bringen. Nein. Weit gefehlt.
Strafverfahren werden, wenn sie 2-3 Jahre nach der Tat endlich in die Verhandlung gehen, mangels Erinnerungsvermögen der Zeugen eingestellt.
Und schon eilt der Richter zum nächsten Termin, in dem es wieder um einen Fall wie hier geht.
Am 2. August 2007 um 16:39 Uhr
[…] Infos zum Streik: Urabstimmung läuft, Streiks im Nahverkehr NRW vorläufig verboten « Dauer-Spezial Suche nun auch mit erste Klasse […]
Am 3. August 2007 um 13:44 Uhr
[…] Infos zum Streik: Urabstimmung läuft, Streiks im Nahverkehr NRW vorläufig verboten « Urabstimmung darf durchgeführt werden, Hagen verweist ebenfalls nach […]
Am 4. August 2007 um 10:20 Uhr
[…] Infos zum Streik: Urabstimmung läuft, Streiks im Nahverkehr NRW vorläufig verboten « VRR vs. Deutsche Bahn und die […]
Am 6. August 2007 um 02:21 Uhr
[…] was momentan teilweise im Zusammenhang mit den einstweiligen Verfügungen berichtet wird, ist noch schlimmer. Ich zitiere die Allgemeine Zeitung: MAINZ Trotz gerichtlicher […]
Am 6. August 2007 um 23:25 Uhr
[…] letzten, mir bekannten Anträge auf einstweilige Verfügungen, wurden heute behandelt. In Chemnitz hat die DB Region Netzverkehr GmbH eine einstweilige Verfügung gegen die GDL […]
Am 2. Oktober 2007 um 18:07 Uhr
[…] Wie schon im Juli/August hat Bahn nun Anträge auf einstweilige Verfügungen gestellt. Laut Aussage des Spiegels betrifft der Antrag aber erstmal nur den Regionalverkehr. Und da der Antrag von den Gesellschaften DB Regio, DB RegioNetz sowie dem Arbeitgeberverband der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister gestellt wurde, betrifft er auch nicht den Nahverkehr in NRW, der von der DB Region NRW GmbH betrieben wird. […]
Am 5. Oktober 2007 um 16:19 Uhr
Meiner Meinung nach sind die Forderungen der GDL nach mittlerweile 31(!!)% mehr Lohn total übertrieben. Anfangs stand die Öffentlichkeit wohl noch auf der Seite der Lokführer doch das hat sich meiner Meinung nach nun wohl endgültig geändert. Mal ehrlich: Wer von uns würde es auch nur wagen seinen Vorgesetzten nach 31% Lohnerhöhung zu fragen und das auch noch zu Lasten der Öffentlichkeit die leider oft auf die DB angewiesen ist. Meine Meinung: GDL = Tagträumer
Am 6. Oktober 2007 um 18:47 Uhr
@DaD0n: Informiere dich bitte, was von der GDL tatsächlich gefordert wurde/wird, und worum es überhaupt geht, und dann komm wieder; So wie sich deine Meinung anhört, liest du überall nur 31% und informierst dich dann aber nicht über die Hintergründe.
Am 24. Oktober 2007 um 14:30 Uhr
Sicher weiß der Unbetroffene nicht, wieviel 31% ausmachen. Auch will ich nichts zu dieser Relation sagen. Kann gut sein, daß auch 51% gerechtfertigt sind.
Allerdings finde ich die Forderung nach einem eigenen Tarifvertrag reichlich daneben. Mir scheint, daß die GDL ein wenig Existenzangst besitzt. Anders ist das für mich nicht zu erklären. Was sagte Karl Marx? “Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!”
Am 25. Oktober 2007 um 00:05 Uhr
ich find die gdl hat doch nich mehr alle latten am zaun die 31 prozent sind total überzogen und die streiks sind eh zwecklos die braucheen sich nicht wundern wenn der schuss nach hinten losgeht und die die streiken die kündigung bekommen die verdienen angeblich 30 prozent weniger wie in privaten unternehmen oder im ausland da sag ich nur geht doch zu anderen unternehmen weenn es euch nicht passt ihr hab echt ne mmeise die pendler kommen zu spät zur arbeit und verlieren vielleicht dadurch ihren job, also ehrlich was ist besser ein fester arbeitsplatz mit wenns hochkommt 10 prozent mehr lohn oder arbeitslos überlegts euch ihr lokführer gruss
Am 9. November 2007 um 14:55 Uhr
Die Streiks sind einfach nur noch übertrieben. Wofür wollen die Lokführer mehr geld? Gerade im Regionalverkehr sind diese unverschämt und unfreundlich.Mehr Geld wegen der Verantwortung für die Fahrgäste? Andere Berufe fordern auch große Verantwortung und stellen nicht solch unverschämte Forderungen.
Am 10. November 2007 um 15:00 Uhr
Meiner Meinung nach sind die Mitglieder der GDL keine Proletarier sondern geistlose Proleten!
Am 13. November 2007 um 21:09 Uhr
Ich bin gespannt wie der Streik ausgehen wird…
Am 18. November 2007 um 17:14 Uhr
Hallo,
ich arbeite selbst bei einem großen deutschen Konzern!
16 Jahre ohne Gehalts- , Gruppenerhöhung!
Erst immer andere dran und dann muß gespart werden!
Wenn die Lokführer jetzt nichts bekommen, dann auch die nächsten 20 Jahre nicht! Die Bahn will an die Börse, und dann gibt es nur noch Geld für Geldgeber und nicht mehr für die, die es erwirtschaften!!!!
Gruß, Detlev.
Am 3. Januar 2008 um 17:48 Uhr
Das ist aber wohl auch nicht an dem. Sollten sich nicht erst einmal die Bahngewerkschaften einigen?
Das ist doch ein Haufen Kindergarten.
Am 3. Januar 2008 um 17:50 Uhr
Vieleicht bekommen wir die Leute doch mal an einen Tisch.
Am 22. Januar 2008 um 20:58 Uhr
Es wurde Zeit, daß das zu Ende geht.
Am 21. Februar 2008 um 21:36 Uhr
Jetzt sollten wir beobcahten, wie die andere Bahngewerkschaften darauf reagieren. Ich kenne einige Leute, die bei der Bahn angestellt sind. Die sind ziemlich sauer auf das Verhalten der Lokführergewerkschaft. Sicher steht da noch einige Ungemach ins Haus.