Landesgartenschau in Bingen
Quizfrage, was hat die Landesgartenschau Rheinland-Pfalz in Bingen mit der Deutschen Bahn zu tun?
Nun, die Stadt Bingen will stillgelegtes Gleisgelände für die Gartenschau nutzen. Das muss natürlich mit der Bahn abgestimmt werden. Allerdings fühlt sich der Stadtradt Bingen und insbesondere der für die Organsation der Landesgartenschau verantwortliche Heinz Peter Albertsmeiervon der Bahn regelrecht abgezockt.
Ein paar Beispiele aus dem Artikel der Frankfurter Rundschau Online:
Auch hier wollte die DB selbst sanieren, für stolze 1,2 Millionen Euro. Die Stadt weigerte sich, beauftragte eine private Firma aus Hanau, die den Anlagenschrott nach China verkaufte. Kosten für die Kommune: nur 87 000 Euro
So wurde der Kommune in den Kaufverträgen das komplette Altlastenrisiko aufgebürdet.
Der Verkehrssicherung - also Schneeräumung, Straßenreinigung und Unfallrisiken - auf seinem Bahnhofsvorplatz entledigte sich der Konzern dabei gleich mit. Für zwanzig Jahre übernimmt die Stadt die Kosten. Die Einnahmen daraus aber behält laut Vertrag die DB.
Aber warum lässt die Stadt das mit sich machen? Nun, zum einen ist da der Zeitdruck. Die Landesgartenschau findet bereits im nächsten Jahr statt, daher kann die Stadt es sich nicht leisten lange zu verhandeln. Aus dem gleichen Grund sitzt die Bahn am längeren Hebel. Sie muss nichts verkaufen. Und diesen längeren Hebel nutzt die Bahn schamlos aus:
Mit bis zu 20 Mann rückte der Konzern zeitweise für die Abstimmungsgespräche in Bingen an. “Und jede Stunde Anwesenheit wurde abgerechnet, mit 50,40 Euro je Stunde und Mitarbeiter, plus An- und Abfahrt”, berichtet der Stadtplaner und zeigt die Rechnungen. Mehr als 46 000 Euro hat die Stadt allein dafür schon bezahlt. “Als wir die Abrechnung anzweifelten, drohte man uns, einfach nicht mehr zu kommen”, schildert der Experte das Erpressungspotenzial der DB.
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Am 26. September 2007 um 08:37 Uhr
Das wurde vor kurzem im ZDF glaub ich auch ausgestrahlt. Aber ganz ehrlich: Wenn ich als Stadt, die die LGS ausrichten möchte mich nicht vorher mal drum kümmere ob und wie ich dazu die Möglichkeiten habe - nein, da hab ich kein Mitleid. Wenn man sich so über den Tisch ziehen lässt… Und da wundert man sich, warum die Kommunen kein Geld haben? Bei uns ist grade selbst Vorbereitung für die LGS 2010 im Gange - und angeblich war auch nie Geld da. Als Privatmann würde man solche Geschäfte auch nicht machen, warum dann die Kommunen mit der Bahn?