“In 30 Sekunden eine Fahrkarte nach Bozen”
Bei uns in der Region werden zur Zeit die neuen Fahrkartenautomaten aufgestellt, natürlich medienwirksam mit Pressemitteilungen und Artikel in der Lokalpresse so wie für einige Tage “Automaten-Guides” an den neuen Automaten (Automaten-Guide sind Leute von der Bahn, die den Fahrgästen bei der Bedienung der Automaten helfen).
In der Lokalpresse wurde ein Automaten-Guide zitiert:
“In 30 Sekunden lässt sich eine Fahrkarte für eine Reise nach Bozen lösen”
Das wollt ich natürlich selbst wissen und hab direkt bei der nächsten Gelegenheit am Automaten eine Fahrkarte nach Bozen (Südtirol) ausgewählt… ich muss dazu sagen, dass ich in der Bedienung dieser Automaten schon viel Erfahrung hab und daher relativ schnell damit umgehen kann. Ich hab vom Startbildschirm bis zu dem Zeitpunkt wo ich hätte bezahlen können 33 Sekunden gebraucht… relativ schnell ausgewählt ohne viel zu lesen…
Wie benutzerfreundlich sind die Automaten wirklich? Wie schnell schafft man es, wenn man sich gar nicht oder nur wenig auskennt? Jetzt möchte ich mal eure Ergebnisse wissen
Die Regeln:
- Zeitmessung beginnt vom Zeitpunkt wo der Automaten im Ausgangszustand ist
- Startbahnhof ist der voreingestellte Bahnhof (also der Automatenstandort)
- Startdatum: “morgen”, Startzeit: 7:00
- keine BahnCard, 2. Klasse, inkl. ICE, keine Rückfahrt, mit Platzreservierung (egal wo)
- Zeitmessung endet, wenn man Geld/EC-Karte/Kredit-Karte einwerfen könnte, man also auf “Fahrkarte kaufen” gedrückt hat
- Es zählt der erste Versuch, sonst kennt man sich ja schon aus
Viel Erfolg ![]()
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Am 10. Juli 2009 um 22:45 Uhr
33 Sekunden? Respekt!
Bei nächster Gelegenheit werd ichs auch einmal testen.
—
http://twitter.com/stelten
Am 11. Juli 2009 um 08:00 Uhr
Unter “Lösen” verstehe ich den gesamten Vorgang, also zählt das erst, wenn der Automat den Fahrausweis, Rückgeld/Karte usw. ausgespuckt hat (sonst hat man später im Zuch ja nix zum Zeigen).
Das dauert mit Sicherheit deutlich mehr als 30 Sekunden. Du hast ja schon zehn Prozent mehr Zeit gebraucht, nur um alle Wünsche in den Automaten einzuhämmern.
Ich seh’s erst, wenn ich’s glaube, oder so.
Am 11. Juli 2009 um 09:05 Uhr
Der Autorisierungsvorgang der Karte kann auch schon mal 20 Sek. dauern. Auch mit Scheinen zahlen kann den Vorgang deutlich verzögern (meine Erfahrung) Aber selbst 60 oder gar 120 Sekunden, um zur Fahrkarte zu kommen, sind in Wirklichkeit keine so schlechte Zeit.
Am 11. Juli 2009 um 11:09 Uhr
@ Nölarsch:
Ja das stimmt, hab ich auch gedacht, dass das auch noch dazu kommt.. hatte nur keine Lust ne Fahrkarte nach Bozen zu bezahlen
Am 13. Juli 2009 um 22:20 Uhr
55 Sekunden habe ich gebraucht.. am längsten war der Berechnungsteil..
Am 13. Juli 2009 um 22:21 Uhr
Also ich hör die Mitteilung mit Freude und hoffe, dass die Automaten doch irgendwann vielleicht wirklich bedienfreundlicher werden. Die Frage ist aber wie genau werden meine Wünsche am Automaten umsetzbar.
Also ich weiß nur dass ich im Internet bei längeren Strecken relativ viel zeit brauche um optimale Abfahrtszeiten / kurze Reisedauer / wenig umsteigen etc. so halbwegs hinkriege. Dann gibts auch noch unterschiedliche Preise - also einfach find ich es im Internet nicht. Und das in entspannter Umgebung ohne dass hinter mir noch jede Menge Leute stehen die da auch endlich an Ihre Karte kommen wollen.
Ich kann mir nicht helfen - ich glaub nicht wirklich an die Freude mit bedienerfreundlichen Automaten so lange diese nicht in wirklich großer Anzahl vorhanden sind.
In letzter Zeit hab ich oft die Erfahrung machen müssen, dass dann auch noch Automaten nicht funktionieren und sich Alle dann an einem Automaten drängen.
Jedenfalls bin ich gespannt ob ich auch bald mal diese neuen Automaten finde und obs dann doch leichetr geht.
Am 15. Juli 2009 um 15:34 Uhr
Also ich kann Olaf nur beipflichten, habe ein Ticket online bestellt und ich habe fast 20 min gebraucht um das Ticket für eine fahrt mit umsteigen zu buchen.
Am 18. Juli 2009 um 19:55 Uhr
Ich weiß nicht… ich habe das jetzt nicht extra ausprobiert, aber ich habe doch einige Schwierigkeiten damit.
Sei es, das ich die Buchstaben nicht exakt treffe, wenn ich den Zielbahnhof eingebe (von mutwillig verschmierten Touchscreens (z.B. Edding) und notdürftig gereinigten Touchscreens will ich jetzt mal gar nicht reden)
Egal, 1 Minute bis eineinhalb Minuten brauche ich als Wenigfahrer.
Für ältere Leute ist das denke ich sehr kundenunfreundlich.
Genau wie die Verweigerung der Annahme von 20 Euro-Scheinen im Nahverkehr (also Fahrpreis unter 5 Euro).
Am 23. Juli 2009 um 17:41 Uhr
..ist ungefähr wie diese schilder an der landstrasse: “baumarkt, nur 5 minuten von hier”
stimmt, allerdings nur bei tempo 180 …lol
Am 2. August 2009 um 12:39 Uhr
Also ich persönlich finde die Automaten benutzerfreundlich genug. Man muss eben nur lesen können und logisch denken. Wenn ich manchmal Menschen sehe die auf dem Bildschirm “rumkloppen” als wenn sie einen Nagel in die Wand hauen würden, dann muss ich doch sehr stark annehmen das die Leute ein bisschen zu blöd sind.
Am 5. August 2009 um 17:05 Uhr
Hi,
ich stimme da Kevin #10 voll und ganz zu. Es werden Million Euros in die Entwicklung von Automaten gesteckt und denke, das merkt man auch.
Allerdings in 30 Sekunden würde ich das wohl auch nicht schaffen das Geld aus dem Portmonai zu holen…
Grüße
Am 6. August 2009 um 16:40 Uhr
Ha, wäre ja klasse aber ich glaube auch nicht an die 30 Sekunden, dass schafft man doch nie.
Am 21. August 2009 um 07:46 Uhr
Die “kinderleicht” bedienbaren Automaten…
“Ganz einfach, ganz schnell, ganz Deutschland”
Werbeslogan aus dem Flyer zu den neuen Automaten
Wenn man den Werbeslogans glaubt, scheint die Bedienung der Automaten ja echt einfach zu sein. Man soll “in 30 Sekunden eine Fahrkarten …
Am 27. August 2009 um 20:29 Uhr
Ich habe es am Bahnhof Aachen-Schanz ausprobiert und bin auf 1:09 Minuten gekommen, allerdings ohne Startzeit, dafür mit Bahncard. Aber im Endeffekt sollte dies keinen so großen Unterschied machen. Jedenfalls habe ich die Tasten hintereinander betätigt, so gut es mit meinen fast 42 Jahren ging.
Beim Test hatte sich der Touchscreen erstmal aufgehängt, so daß ich keinen Zielbahnhof angeben konnte. Ein ungenauer Touchscreen ist auch das größte Problem bei diesem Automaten (wenn man von menschlichen Aussetzern wie dem Vollpfostem absieht, der sich, als er mit dem Kartenkauf dran war, den hinter ihm in der Schlange stehenden ausfragte, welcher Zug in Geilenkirchen hält).
Insgesamt denke ich, daß die Automaten für den routinierten Käufer keine Zumutung darstellen, aber ich würde mal den Test abändern und herausfinden lassen, wie lange man braucht, um eine Fahrkarte nach Hertogenbosch zu kaufen.
Am 14. November 2009 um 14:54 Uhr
gefühlte 25 minuten weil das display unleserlich war ich sonst meine Fahrkarten am Schalter oder im Reisebüro kaufe der automat mir immer eine fahrkarte nach FF(M) statt nach FF(O) andrehen wollte und der Zug einfuhr.
Ich habs dann aufgegeben und meine Fahrkarte bei der (auch unfreundlichen) Schaffnerin zu Wucherpreisen gekauft.
Ich werd doch weiter Auto fahren, das ist billiger, ich habe eine Sitzplatzgarantie, muss durch keine klebrigen Bierpfützen und brauch mir nicht das gejaule aus den diversen Mobiltelefonen anzuhören.