Brücke niedriger als Bus

18. Januar 2008 von Lim_Dul

In Berlin hat ein 4,06 Meter hoher Bus versucht unter einer 3,70 Meter hohen Brücke durchzufahren. Mit dem Endergebnis, dass die zweite Etage des Doppeldeckerbuses nun ein offenes Sonnendeck ist. Im Winter vermutlich nicht so angenehm. Passiert ist dies aber ohne Fahrgäste, während der Bus unterwegs zum Depot war. Faszinierend ist jedoch ist jedoch die Aussage der BVG im Berliner Tagesspiegel (Hervorhebung von mir):

Auf normalen Linienstrecken kann ein derartiger Unfall kaum passieren.

Kaum? Ich mein, solche Brücken tauchen ja eher selten aus dem Nichts auf. Eigentlich sollte auf Linienstrecken sowas garnicht passieren können.

Service bei der ÖBB - Besser als bei der DB Bahn?

17. Januar 2008 von Lim_Dul

Werfen wir doch mal ein Blick rüber zu unseren Nachbarn, nach Österreich. Auch dort gibts ein großes Bahnunternehmen. Und auch dort gibts merkwürdige Geschichten. So auch folgende.

Es begab sich zur Adventszeit, dass ein Euro-City aus Budapest die Einfahrt nach Österreich begehrte. Doch dem Zugpersonal in Österreich war der Zug zu voll:

Weil der Euro-City EC 40 zwischen den Hauptstädten Budapest und Wien völlig überfüllt war, hatte ein Kondukteur der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) kurzerhand rund 300 Passagiere, die keinen Sitzplatz gefunden hatten, am Grenzbahnhof Hegyeshalom-Nickelsdorf aus dem Zug gewiesen und auf dem Perron abgestellt.

Die offizielle Begründung war, dass die Fluchtwege verstopft waren und auch keine Ticketkontrollen mehr durchgeführt werden konnten. Ein etwas drakonisches Vorgehen. Aber die ÖBB betont:

Die überzähligen Reisenden mussten nicht allzu lange auf die Weiterreise warten

Preisfrage: Was ist für die ÖBB “nicht allzu lange”? Nun das sind 40 Minuten, bei den frostigen Temperaturen bestimmt wirklich nicht lange. Immerhin konnten sie dann, nachdem sie aus einem Euro-City aussteigen mussten mit einem Regionalzug weiterfahren.

Dafür streitet man sich fleißig mit der ungarischen Bahn, wer nun Schuld hat und übersieht dabei, dass die Fahrgäste herzlich wenig interessiert, wer Schuld hat. Diese möchten mit einem Ticket pünktlich von A nach B gebracht werden. Dazu bemerkt die ÖBB an:

Ausserdem könnten die Passagiere ja auf Nummer sicher gehen und sich die Sitzplätze im Voraus reservieren.

Denn mit einem Ticket hat nur das Anrecht von A nach B gebracht zu werden. Wann das geschieht, dass liegt im Ermessen der Bahn. Der Österreiche Verein Fahrgast merkt in der Presse an, dass es in letzter Zeit häufiger vorkommen sei, dass die Züge so voll fahren, dass nur noch die Leute mit Reservierungen einsteigen durfent.

Fazit: Auch in anderen Ländern ist der Service nicht wirklich besser.

Kommunikationsunfall

16. Januar 2008 von Lim_Dul

Wie passend zu der Themenwoche Kommunikation hier steht in der FTD zu Mehdorns Rede:

“Das ist ein schwerer Kommunikationsunfall”, sagt ein hochrangiger Manager.

Sind das andere dann leichte Kommunikationsunfälle?

Nach der Einigung ist vor dem Streit

15. Januar 2008 von Lim_Dul

Noch ist die Einigung zwischen Bahn und GDL nichtmal besiegelt tauchen schon die nächsten Streitpunkte (im Plural!) am Horizont auf.

Da wäre zum einen das Problem, dass der Tarifvertrag zwischen und Bahn und Transet/GDBA eine Revisionklausel enthält. Prinzipiell besteht, sofern juristisch gesehen der Abschluss der GDL besser ist, nun die Möglichkeit diesen Tarifvertrag aufzukündigen. Die GDBA hat diese bereits angedroht. Aktuell verhanden die Gewerkschaften über ein neues Entgelt- und Tarifsystem bei der Bahn. Laut Spiegel hat die GDBA gesagt:

“Sollte es nötig sein, über die Klausel Druck auszuüben, werden wir das tun”, sagte GDBA-Chef Dieter Hommel der “Neuen Presse”. Sollte die Bahn bei den Verhandlungen über ein neues Tarifsystem die Forderungen der GDBA nicht berücksichtigen, könnte die Gewerkschaft den Tarifvertrag kündigen.

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Heiligabend im Zug steckengeblieben

15. Januar 2008 von Lim_Dul
Kommunikation
Kommunikation

Dieser Beitrag gehört zur Themenwoche Kommunikation.

Ich hoffe, sowas ist diese Weihnachten niemanden passiert. Aber auf einestages.spiegel.de gibt es eine Geschichte über den Heiligabend 2002, wo aufgrund von Eisregen der Zugverkehr teilweilse zum erliegen kam.

Und es ist leider auch ein Musterbeispiel, das auch damals die Kommunikation bei der Bahn nicht berauschend war. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass dies wirklich eine außergewöhnlich, nicht umbedingt vorherzusehende Situation war. Dennoch darf sowas eigentlich nicht vorkommen:

Nach drei Stunden gibt Zugchef K. durch, er habe per Handy endlich dem Notfalllagezentrum der Bahn berichten können. Vorher kam er nicht durch. Ein höhnisches Johlen geht durch die Waggons.
(…)
Erschütternd wirkte, wie das Zugbegleiterteam von der Bahn bei Kirchweyhe alleine gelassen worden war. Offenbar hatte man zwischen Feierabend und Christbaum im Off gesteckt. Anders war es nicht zu erklären, dass von außen stundenlang keine Hilfskonzepte vermittelt wurden.

Bild © Hans Peter Dehn / PIXELIO

Einigung im Tarifstreit?

14. Januar 2008 von Lim_Dul

Es ging gestern durch die Medien und auch die GDL hat es auf ihrer Webseite stehen:

In einem Gespräch, zu dem Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee geladen hatte, einigten sich der GDL-Bundesvorsitzende Manfred Schell und DB-Chef Hartmut Mehdorn auf folgende Eckpunkte für einen eigenständigen Lokomotivführertarifvertrag.

Die Eckpunkte sind: … in diesem Zug weiterfahren

Kommunikation mit den Kunden?

12. Januar 2008 von Lim_Dul
Kommunikation
Kommunikation

Dieser Beitrag gehört zur Themenwoche Kommunikation.

Ein weiteres passendes Erlebniss für die Themenwoche findet sich auf Der konsequente Atmer.
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Gaga-Regelung bei der Französischen Bahn

12. Januar 2008 von Lim_Dul

Die Presse.com berichtet:

Eine Schaffnerin hatte von einem Passagier 5,10 Euro verlangt, weil er lebende Schnecken transportierte.

Der Grund für diese Regelung:

Gemäß dem SNCF-Reglement müssen für Tiere, die in Taschen oder Körben transportiert werden, 5,10 Euro entrichtet werden, wenn sie weniger wiegen als sechs Kilogramm.

Immerhin muss man für Flöhe oder Zecken nicht zahlen - es sei denn, man packt sie in Körbe. Wenn sich nun aber eine Fliege in eine Handtasche verirrt, muss der Fahrgast dann 5,10€ extra zahlen?

Scheitern der Tarifverhandlungen ist nicht mehr ausgeschlossen

10. Januar 2008 von Lim_Dul

War die GDL am Dienstag noch optimistisch sieht das nach der Verhandlungsrunde heute anders aus:

„Das Angebot, das uns die DB heute vorgelegt hat, reicht nicht aus. Ein Scheitern der Tarifverhandlungen kann ich jetzt nicht mehr ausschließen.“ Dies sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Manfred Schell, nach der heutigen Tarifrunde. Weder beim Entgelt noch bei der Arbeitszeit hat es eine Annäherung gegeben.

Allerdings bleibt uns noch ein paar Tage Luft. Am Sonntag wollen Hauptvorstand und Tarifkommission der GDL über das weitere Vorgehen entscheiden. Es ist unwahrscheinlich, dass dann bereits ab Montag zu Streiks kommt, sollte die (wiedermal) das Scheitern der Verhandlungen feststellen.

Wenn die beiden Parteien so weitermachen, läuft der Tarifvertrag von Transnet/GDBA aus, bevor die Bahn und die GDL sich geeinigt haben.

Bahn und GDL fast einig - Dennoch Verstimmung

9. Januar 2008 von Lim_Dul

Die Bahn und GDL verhandeln ja weiter. Am gestrigen Dienstag wurde die Gespräch auf den morgigen Donnerstag, den 10. Januar vertagt. Die GDL will und hofft am Donnerstag endlich den endgültigen Durchbruch zu schaffen:

„Wir liegen in Entgeltfragen und in einigen Punkten der Arbeitszeit noch auseinander. Es ist jedoch unser fester Wille, am Donnerstag nun endlich den Durchbruch in den strittigen Punkten zu erzielen“, so der GDL-Bundesvorsitzende Manfred Schell.

Allerdings kam heute ein Detail zutage, was die für Mißstimmung sorgt. Das Arbeitsgericht Chemnitz hatte der GDL ja das Streikrecht in allen Bereichen zugebilligt. Die Bahn hat, wie heute bekannt wurde, dagegen Verfassungsbeschwerde eingelegt.
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