Heute wird Bahn-Spass ein ganzes Jahr alt. Um 12:18 Uhr vor einem Jahr gibt der erste Beitrag online: 100 Minuten Verspätung bei einer Fahrt von normal 120 Minuten. Die Entwicklung, die dieses Blog nehmen würde, hätte ich damals nie vermutet. Aber wie ist dieses Blog überhaupt entstanden?
Entstehungsgeschichte
Ich habe zu der Zeit mit zwei Freunden regelmässig einmal die Woche morgens gemeinsam in der Mensa gefrühstückt. Da wir uns sonst seltener als früher sahen, war das ganz nett sich zumindest einmal in der Woche auf jeden Fall zu sehen und sich zu unterhalten. Nun bin ich zu der Zeit schon häufig Bahn gefahren und ein anderer auch. Und ein beliebtes Thema war, was für Pannen es denn die letzte Zeit bei den Bahnfahrten gegeben hatte. Es gab häufig was zu berichten. Und da kam mir die Idee, eigentlich müsste man sowas doch für sich und die Welt festhalten. Gesagt, getan war die Domain registriert und das Blog aufgesetzt.
Das das Blog damals mehr zum festhalten von ein paar Erlebnissen gedacht war, kann man auch daran sehen, dass der zweite Beitrag erst am 9. Juli erschien. Bis zum dritten vergingen dann nur 3 Tage bis zum 12. Juli, während es dann wieder über 10 Tage zum vierten Beitrag waren.
Wachstum
Nun macht Schreiben ohne gelesen zu werden nur halb soviel Spaß. Also machte ich das Blog bekannt in Foren, in denen ich aktiv war. Und schon bald frug mich sara, ob sie den mitschreiben dürfte. Ich sagte ja und sara fing an Artikel wie am Fließband zu produzieren. Das führte dazu, dass von August bis September 2006 jeweils über 50 Beiträge im Monat erschienen sind. Damit kann das Blog zwar selbst als Gruppenblog nicht mit Vielschreibern wie Robert Basic mithalten, aber es war ordentlich.
Gleichzeitig stiegen auch die Userzahlen an. Waren es Anfang August laut awstats nur 100 bis 150 verschiedene Benutzer am Tag, gab es ein Zwischenhoch durch eine Verlinkung von sinn-frei.com auf den Beitrag In 20 Minuten von Berlin HBF zur Allianz Arena in München mit der Bahn. Doch Anfang September hatten sich die Zahlen dann auf ein Niveau von 400 bis 500 eingependelt. Im Dezember war dann ein Schnitt von knapp 1000 Besuchern am Tag erreicht und mittlerweile kratzen die Zahlen an der 2000er Marke. Wobei diese Zahlen auf der Auswertung der Webserver Logs beruhen und damit dort die ganzen Feedreader eingehen (Suchmaschinen-Bots sind allerdings rausgerechnet). Dienste wie blogscout.de weisen eine Zahl aus, die ungefähr nur ein Drittel dieser Zahlen beträgt.
Ausrichtung
Bis jetzt sind die meisten Beiträge der Kategorien Pleiten, Pech und Pannen oder unfreiwillige Komik der Bahn zuzuordnen. Es gibt relativ wenig Beiträge, mit der Bahnpolitik zu tun haben. Wer momentan mehr dazu lesen will, kann dies im Bahnblog tun. Dies liegt hier zum einen an der Ausrichtung des Blogs, immerhin taucht das Wort “Spaß” im Titel aus, aber auch an der Tatsache, dass solche Artikel deutlich aufwendiger sind.
So würde ich gerne was zum Börsengang der Deutschen Bahn schreiben, aber dann sollte der Artikel gehaltvoller sein als “Börsengang führt zu mehr Chaos” oder “Börsengang bringt bestimmt mehr Service”. Das bedingt aber ein Einlesen in die Materie, die nicht ganz einfach ist und das kostet Zeit. Ich will nicht ausschließen, dass so ein Artikel kommt, kann aber nichts garantieren.
Allerdings gibt es mittlerweile einige gehaltvollere Artikel die sich mit der Bahn im Allgemeinen beschäftigen, wie beispielsweise der Artikel
Qual der Ticketwahl - Ein Vergleich der Bahn-Tickets. Davon würde ich gerne mehr in der Art schreiben. Ich bin auch für Themen offen, die nicht gerade so komplex wie der Börsengang sind.
Ausblick
Wie gehts weiter? Ich plane, sofern es meine Freizeit zulässt, das ein oder andere Gimmick zusätzlich anzubieten. Eins ist vor einer Minute online gegangen, die Verspätungsstatistik. Ansonsten bin ich auch hier für Ideen offen.
Danksagung
Neben meinen festen Mitautoren und Mitautorinen muss ich ganz besonders den Lesern und den Einsendern von Beiträgen danken. Viele Beiträge sind aus Hinweisen von Lesern entstanden. Teilweise habe ich auch komplett fertige Beiträge erhalten, die ich nur noch veröffentlichen musste. Und auch alle, die ich gefragt habe, wegen amüsanten Bildern, haben immer freundlich geantwortet. Auch in die Richtung ein großes Danke.
Auch freut es mich, dass hier einige Leute mitlesen, die anscheinend bei der Bahn arbeiten oder gearbeitet haben und mich korrigieren, wenn ich Unsinn erzähle oder auch mal Sachen erklären, die für außenstehende erstmal unverständlich sind.
Mal sehen, wie es hier in einem weiteren Jahr aussieht.