Auf dem pblog findet sich eine nette Geschichte über eine Zugfahrt, die etwas länger als geplant dauerte oder wie es der Autor formulierte:
Ich find das ja nett, dass die Deutsche Bahn alles daransetzt, die Fahrten für ihre Fahrgäste ein wenig interessanter zu gestalten. Allerdings kann ich mich nicht erinnern, einen Abenteuerurlaub gebucht zu haben.
Was macht man, wenn man vor einem Zug steht, auf dem nicht einsteigen steht? Nun, man steigt nicht ein. Dumm wenn der Zug dann losfährt und man dann feststellt, dass dieser Zug der Zug ist, mit dem man fahren wollte:
Zu meinem größten Missfallen setzte sich der Zug mit der Aufschrift „Nicht einsteigen“ und den sich nicht öffnenden Türen nur wenig später in Bewegung.
Na gut, kann ja passieren. Also wurde eine Alternative vom netten Herrn vom Service-Point ersonnen. Der Haken da war, dass man dort in Saarbrücken umsteigen musste. Normalerweise würde sowas vermutlich klappen, jedoch:
entnahm der „örtlichen Lautsprecheransage am Bahnsteig“, dass mein Anschlusszug, der „Regionalexpress nach Kaiserslautern über St. Ingbert, Homburg, Landstuhl, Kindsbach“ an Gleis 5 auf mich wartete, und so begab ich mich die nächstgelegenen Treppen hinunter, wo ich feststellen musste, dass ich aufgrund von Umbauarbeiten den Ostzugang benutzen musste, um zu Gleis 5 zu kommen. Ich folgte den Pfeilen auf den Umleitungsschildern, verließ das Bahnhofsgebäude, betrat es durch einen anderen Eingang wieder und kam schließlich in dem Moment auf Gleis 5 an, als der dort stehende Zug sich eine Minute zu früh in Bewegung setzte.
Also musste der Autor den nächsten Zug nehmen. Dieser war pünktlich, fuhr nur nicht pünktlich ab:
Mittlerweile war es 16 Uhr 50 und der Zug hätte längst abfahren müssen, als die Zugführerin die Fahrgäste dieses deutsch-französischen Zuges per Durchsage auf Deutsch und gebrochenem Englisch informierte, dass wir aufgrund einer technischen Störung an der Lok noch nicht fahren könnten.
Um 17 Uhr 10 setzten wir unsere Fahrt mit 22 Minuten Verspätung fort, sodass ich meinen Regionalexpress nach Karlsruhe in Neustadt an der Weinstraße um 18 Uhr 10 leider nicht mehr erreichte, jedoch fuhr zu meinem Glück 6 Minuten später eine Regionalbahn nach Karlsruhe. „Dann sind Sie halt 20 Minuten später in Karlsruhe.“
Insgesamt ergab sich damit folgendes:
Geplant waren:
Umsteigen: 4x
Dauer: 5:48
Aufenthalt an Bahnhöfen: 56 Minuten
Letztendlich geworden ist es:
Umsteigen: 4x
Dauer: 8:08 (+5)
Aufenthalt an Bahnhöfen: 174 Minuten
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Wer das ganze - mit noch mehr Anekdoten nachlesen will, sollte dies auf dem pblog machen. Gott sei Dank ist dies bei der Bahn wenigstens kein Alltag, auch wenn man manchmal das Gefühl hat.