Zur EM kostenlos in Österreich fahren

15. Februar 2008 von Lim_Dul

Laut Bericht des Kuriers scheint die Bahn in Österreich ein ähnliches Organisationstalent wie unsere Bahn zu sein. So wie unsere Bahn vom “Special Event Weihnachten” überrascht wird, so scheint die Bahn in Österreich vermutlich von der Fussball-Europameisterschaft überrascht zu werden:

Wer diese Züge und Busse fahren, begleiten und auch warten wird, bleibt allerdings offen. Denn laut ÖBB gibt es keine Urlaubssperre. “Wir setzen auf eine freiwillige Urlaubsanpassung”, so Holding-Sprecher Thomas Berger. Das bedeutet, dass auf den guten Willen und auf die Motivation der ÖBB-Mitarbeiter vertraut wird. Diese aber wollen sich das Kicker-Spektakel nicht entgehen lassen und wollen in den Urlaub gehen. Es droht ein peinlicher Personalengpass.

Zwar schön für die Mitarbeiter, aber eine gute Vorausplanung ist das nicht. Aber es ist ja noch viel Zeit, sich drum zu kümmern.

Service bei der ÖBB - Besser als bei der DB Bahn?

17. Januar 2008 von Lim_Dul

Werfen wir doch mal ein Blick rüber zu unseren Nachbarn, nach Österreich. Auch dort gibts ein großes Bahnunternehmen. Und auch dort gibts merkwürdige Geschichten. So auch folgende.

Es begab sich zur Adventszeit, dass ein Euro-City aus Budapest die Einfahrt nach Österreich begehrte. Doch dem Zugpersonal in Österreich war der Zug zu voll:

Weil der Euro-City EC 40 zwischen den Hauptstädten Budapest und Wien völlig überfüllt war, hatte ein Kondukteur der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) kurzerhand rund 300 Passagiere, die keinen Sitzplatz gefunden hatten, am Grenzbahnhof Hegyeshalom-Nickelsdorf aus dem Zug gewiesen und auf dem Perron abgestellt.

Die offizielle Begründung war, dass die Fluchtwege verstopft waren und auch keine Ticketkontrollen mehr durchgeführt werden konnten. Ein etwas drakonisches Vorgehen. Aber die ÖBB betont:

Die überzähligen Reisenden mussten nicht allzu lange auf die Weiterreise warten

Preisfrage: Was ist für die ÖBB “nicht allzu lange”? Nun das sind 40 Minuten, bei den frostigen Temperaturen bestimmt wirklich nicht lange. Immerhin konnten sie dann, nachdem sie aus einem Euro-City aussteigen mussten mit einem Regionalzug weiterfahren.

Dafür streitet man sich fleißig mit der ungarischen Bahn, wer nun Schuld hat und übersieht dabei, dass die Fahrgäste herzlich wenig interessiert, wer Schuld hat. Diese möchten mit einem Ticket pünktlich von A nach B gebracht werden. Dazu bemerkt die ÖBB an:

Ausserdem könnten die Passagiere ja auf Nummer sicher gehen und sich die Sitzplätze im Voraus reservieren.

Denn mit einem Ticket hat nur das Anrecht von A nach B gebracht zu werden. Wann das geschieht, dass liegt im Ermessen der Bahn. Der Österreiche Verein Fahrgast merkt in der Presse an, dass es in letzter Zeit häufiger vorkommen sei, dass die Züge so voll fahren, dass nur noch die Leute mit Reservierungen einsteigen durfent.

Fazit: Auch in anderen Ländern ist der Service nicht wirklich besser.

Meinen Sitzplatz habe ich, fehlt nur noch die Karte.

29. Januar 2007 von sara

Einen sehr schönen Gastbeitrag vom Werbewahnblogger habe ich heute per Mail erhalten. Der nämlich wohnt in Österreich und fast scheint’s, als schickt er uns Tröstgrüße:

Auch die Ösis spinnen…

Da mir in Kürze die Heimfahrt vom Studienort ins Haus steht, war ich heute Ticket kaufen und bei der Gelegenheit gleich auch noch einen Sitzplatz reservieren. Sitzplätze muss man am Schalter reservieren, wo mir auch prompt geholfen wurde. Auf meine Nachfrage, dass die Preise mal wieder gestiegen seien ernte ich immerhin ein freundliches (!), wenn auch wortkarges Lächeln der Schalterdame. Trotzdem bekomme ich, was ich mir wünsche, zumindest was die Reservierung betrifft.

… in diesem Zug weiterfahren