Der “gastronomische Service”

27. Juni 2009 von Matze

Fernverkehrsreisende dürften die Durchsage kennen: “…und wir möchten Sie noch auf unseren gastronomischen Service aufmerksam machen…” (oder ähnlich…). Ich selber hab (außer Kaffee) noch nie so richtig den “gastronomischen Service” im Bord-Restaurant/Bistro im ICE genutzt, war mir meistens doch etwas zu teuer.

Über die “reichhaltige” Auswahl und den Service im ICE-Bord-Restaurant beim Frühstück und Abendessen wird im Fahrbier-Blog berichtet.

Zum Frühstück:fruehstuck.jpg
“Gegen neun Uhr kommen weitere Fahrgäste mit hungrigem Gesichtsausdruck ins Bordrestaurant […]. Leider waren alle Brötchen und alles Brot bereits ausverkauft. Man reagierte etwas verständnislos - aber wer rechnet auch damit, dass die Leute am Vormittag Frühstück essen wollen. […] Mitfahrer die sich (wohl aus lauter Verzweiflung) einen Salat zum Frühstück bestellt hatten, bedienten sich an […] Brotkörben die stehen geblieben waren. Anderen konsumwilligen Anwesenden wurde als Alternative ein fertig abgepacktes Sandwich angeboten. Auf die Frage nach dem Preis wusste die nette Bedienung leider keine Antwort und musste vor ins Bistro gehen um nachzusehen.

 Auch der erste Versuch zum Abendessen verlief nicht optimal:
“Die Kellnerin war auch ruck zuck zur Stelle. Allerdings fragte sie uns gleich “Möchten Sie etwas zu trinken bestellen?” Mit einer seltsamen Betonung auf “zu trinken”. Unsere schlimmsten Befürchtungen bestätigten sich in Sekunden. Es gibt nur noch ein Paar Wiener mit Senf und Spargel mit Kartoffeln ohne Kartoffeln. […] Wir erkundigten uns nach Erdnüssen. Erdnüsse müssten doch da sein![…] Ja, sie weiss nicht ob es Erdnüsse gibt. Sie muss mal schauen. […] Es ist nix da, der Bedienung zufolge hat man auch Nachschub bestellt aber in Frankfurt hat man es nicht geregelt bekommen das Futter auch zum Zug zu bringen.”

wurstplatte.jpgDer zweite Versuch zum Abendessen im ICE lief schon etwas besser:
“Auf Nachfrage, ob der Kühlschrank noch was hergibt erwiderte man: “Das Team wechselt und in Frankfurt gibt’s frische Ware.” […] Wir bestellten zwei Käseplatten und zwei Bier. […] Ein paar Minuten später kam die Dame mit dem Block wieder an […] “Meine Herren, es tut mir leid. Darf ich einem von Ihnen eine Wurstplatte anbieten? Dann können Sie ja mal jeder von jedem. Geht das? Ich habe nur noch eine Käseplatte da…”, sprach sie. […] In Frankfurt wurden eben keine Käseplatten nachgeladen.

Wie sind eure Erfahrungen mit dem gastronomischen Service der Bahn? Hat auch schon jemand die warmen Mahlzeiten getestet?