Frohe Weihnachten (Zugehört XXVI)

25. Dezember 2008 von clekis

Am 24.12. hörte ich in einem Intercity kurz vor dem Endbahnhof:
“Sehr geehrte Damen und Herren, in Kürze erreichen wir Karlsruhe. Dieser Zug endet dort. Sie haben Anschluss an: …. Dieser Zug endet dort. Fahrgäste bitte alle aussteigen. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Weiterreise und ein frohes Osterfest.”

Darauf meinte ich nur zu einem Mitarbeiter des Zuges: “Ihnen und Ihrem Zugchef dann Frohe Ostern, ein tolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch!”, wodrauf mich dieser nur breit angrinste. Offenbar hatte er verstanden, was ich meinte ;)

In diesem Sinne:

Allen Lesern von uns ein frohes, gesegnetes und geschenkreiches (Rest)Fest.

Streiks am Montag breits beendet?

2. Juli 2007 von Lim_Dul

Die Warnstreiks am der Gewerkschaften Transnet und GDBA am heutigen Montag sind mittlerweile beendet, aber die Auswirkungen noch spürnbar. Interessanterweise ist jedoch in der Verspätungsstatistik noch nicht viel davon sichtbar. Das liegt aber wohl auch daran, dass beispielsweise in Frankfurt noch Züge mit 2 Stunden Verspätung durch den Streik erwartet werden und in Frankfurt der Verkehr durch die Streiks nicht deutlich behindert wurde.

Die Aktionen im einzelnen laut Transnet waren.

Größere Auswirkungen für Reisende

Rostock:

In Rostock traten Beschäftigte des Reisezentrums und der Fahrdienstleitung am Morgen in den befristeten Ausstand. Dadurch kam der Zugverkehr rund um die Hansestadt zum Erliegen.

Wismar:

Durch Warnstreiks im Stellwerk in Wismar gab es auch dort Behinderungen im Zugverkehr

Diese Aktionen waren um 8 Uhr heute morgen beendet.

Halberstadt, Güterglück und Biederitz:

In Halberstadt traten ebenfalls Beschäftigte der Fahrdienstleitung und des Reisezentrums am Morgen in den Warnstreik. Auch die Stellwerke in Güterglück und Biederitz waren betroffen. Dadurch kam es in dieser Region zu erheblichen Beeinträchtigungen des Zugverkehrs.

Ende unbekannt, aber wohl auch gegen 8 Uhr beendet.

Freiburg und Karlsruhe:

In Freiburg und Karlsruhe beteiligten sich von 6 bis 8 Uhr Beschäftigte aus nahezu allen Bereichen der DB AG an den Warnstreiks. Das Zugpersonal verließ die Züge, die dadurch ihren Weg nicht fortsetzen konnten. Auch Stellwerksbeschäftigte beteiligten sich an den Protesten. Es gab erhebliche Behinderungen im Fern- und Regionalverkehr.

War gegen 8 Uhr beendet.

Kemptem:

Im bayerischen Kempten kam der Regionalverkehr komplett zum Erliegen. Dort hatten sich von 7 bis 8 Uhr Beschäftigte der DB Netz AG, der DB Regio AG und das Bahnhofspersonal den Warnstreiks angeschlossen.

Ebenfalls um 8 Uhr beendet.

Kleinere Auswirkungen für Reisende

Die folgenden Aktionen waren für die Reisenden weniger sichtbar und haben nicht zu massiven Verspätungen geführt:

Dortmund:

Dort hatten Beschäftigte in der Zugbereitstellung im Betriebsbahnhof die Arbeit von 2 bis 5 Uhr niedergelegt.

Frankfurt:

Kurze Zeit später (nach Dortmund) traten Mitarbeiter der Werkstätten in Frankfurt am Main in den befristeten Ausstand. Es kam zu leichten Behinderungen im Fern- und Regionalverkehr.

Erfurt und Hamburg:

In Erfurt legten von 3 bis 6 Uhr Beschäftigte der Werkstätten und des Reisezentrums die Arbeit nieder. Am Hauptbahnhof in Hamburg traten von 6 bis 8 Uhr die Mitarbeiter des Reisezentrums in den Warnstreik.

Streikende für heute?

Transnet und GDBA haben angekündigt erst morgen wieder streiken zu wollen. Die Informationen dazu werden voraussichtlich heute nachmittag veröffentlicht. Aber dennoch ist der Streik für heute nicht umbedingt vorbei, es steht noch die Drohung der GDL im Raum ebenfalls ab heute zu streiken. Diese hatte angekündigt im Laufe des Vormittages Informationen zu einem Streik am Nachmittag rauszugeben. Bis jetzt ist davon nichts zu finden, was aber noch nichts heißen muss. Von daher bleibt es auch heute noch spannend und es kann gut passieren, dass die GDL genau dann ihren Warnstreik veranstaltet, wenn der Zugverkehr sich wieder normalisiert hat.

Wo wird am Montag gestreikt?

1. Juli 2007 von Lim_Dul

Transnet hat gerade eben bekanntgegeben, wo in den frühen Morgenstunden gestreikt werden soll:

Schwerpunkte dieser Aktionen werden im Südwesten Deutschlands sowie in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern liegen. Im Südwesten wird es in Frankfurt, in Freiburg und Karlsruhe Arbeitsniederlegungen geben. In Mecklenburg-Vorpommern werden Beschäftigte u. a. in Rostock und Wismar die Arbeit vorübergehend niederlegen. In Thüringen wird vor allem Erfurt betroffen sein; dort gibt es auch Streikaktionen auf dem Bahnhof. Bereits in der Nacht wird es einen ersten Warnstreik in Dortmund geben; am Morgen werden Beschäftigte im Hamburger Hauptbahnhof in den befristeten Ausstand treten. Ebenfalls werden sich Mitarbeiter im bayerischen Kempten an den Aktionen beteiligen.

Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die dauert lang

4. Mai 2007 von Lim_Dul

Auf dem pblog findet sich eine nette Geschichte über eine Zugfahrt, die etwas länger als geplant dauerte oder wie es der Autor formulierte:

Ich find das ja nett, dass die Deutsche Bahn alles daransetzt, die Fahrten für ihre Fahrgäste ein wenig interessanter zu gestalten. Allerdings kann ich mich nicht erinnern, einen Abenteuerurlaub gebucht zu haben.

Was macht man, wenn man vor einem Zug steht, auf dem nicht einsteigen steht? Nun, man steigt nicht ein. Dumm wenn der Zug dann losfährt und man dann feststellt, dass dieser Zug der Zug ist, mit dem man fahren wollte:

Zu meinem größten Missfallen setzte sich der Zug mit der Aufschrift „Nicht einsteigen“ und den sich nicht öffnenden Türen nur wenig später in Bewegung.

Na gut, kann ja passieren. Also wurde eine Alternative vom netten Herrn vom Service-Point ersonnen. Der Haken da war, dass man dort in Saarbrücken umsteigen musste. Normalerweise würde sowas vermutlich klappen, jedoch:

entnahm der „örtlichen Lautsprecheransage am Bahnsteig“, dass mein Anschlusszug, der „Regionalexpress nach Kaiserslautern über St. Ingbert, Homburg, Landstuhl, Kindsbach“ an Gleis 5 auf mich wartete, und so begab ich mich die nächstgelegenen Treppen hinunter, wo ich feststellen musste, dass ich aufgrund von Umbauarbeiten den Ostzugang benutzen musste, um zu Gleis 5 zu kommen. Ich folgte den Pfeilen auf den Umleitungsschildern, verließ das Bahnhofsgebäude, betrat es durch einen anderen Eingang wieder und kam schließlich in dem Moment auf Gleis 5 an, als der dort stehende Zug sich eine Minute zu früh in Bewegung setzte.

Also musste der Autor den nächsten Zug nehmen. Dieser war pünktlich, fuhr nur nicht pünktlich ab:

Mittlerweile war es 16 Uhr 50 und der Zug hätte längst abfahren müssen, als die Zugführerin die Fahrgäste dieses deutsch-französischen Zuges per Durchsage auf Deutsch und gebrochenem Englisch informierte, dass wir aufgrund einer technischen Störung an der Lok noch nicht fahren könnten.

Um 17 Uhr 10 setzten wir unsere Fahrt mit 22 Minuten Verspätung fort, sodass ich meinen Regionalexpress nach Karlsruhe in Neustadt an der Weinstraße um 18 Uhr 10 leider nicht mehr erreichte, jedoch fuhr zu meinem Glück 6 Minuten später eine Regionalbahn nach Karlsruhe. „Dann sind Sie halt 20 Minuten später in Karlsruhe.“

Insgesamt ergab sich damit folgendes:

Geplant waren:

Umsteigen: 4x
Dauer: 5:48
Aufenthalt an Bahnhöfen: 56 Minuten

Letztendlich geworden ist es:

Umsteigen: 4x
Dauer: 8:08 (+5)
Aufenthalt an Bahnhöfen: 174 Minuten

Veröffentlicht um:

Wer das ganze - mit noch mehr Anekdoten nachlesen will, sollte dies auf dem pblog machen. Gott sei Dank ist dies bei der Bahn wenigstens kein Alltag, auch wenn man manchmal das Gefühl hat.