1. Januar 2008 von Lim_Dul
Am 8. Dezember ging in Fürth am Bahnhof eine Zeitlang fast garnichts. Der Grund war, dass ein Regionalexpress nach einen Nothalt etwas unglücklich mittem im Weichenbereich des Bahnhofs zum stehen kann. Und somit blockiert er nicht ein Gleis sondern gleich mehere. Wie genau es dazu gekommen ist, gibt es unterschiedliche Berichte. Zunächst mal den aus den Fürther Nachrichten:
Wegen der Überfüllung entschied das Zugpersonal, in Emskirchen, Siegelsdorf und Fürth nicht zu halten. Kurz hinter dem Fürther Hauptbahnhof passierte es dann: Die Kupplung zwischen dem letzten und dem vorletzten Wagen löste sich, der Zug trennte sich. Weil sich dabei die Bremsluftleitungen öffneten, kam der gesamte Regionalexpress zum Stehen. Dabei schob die am Zugende fahrende Lok die beiden Wagen wieder zusammen.
Und dann die Version aus zonebattler’s homezone, der mit einem Bekannten, der nähres wusste, gesprochen hatte:
Der Nürnberger Christkindlesmarkt zieht momentan dermaßen viele Besucher an, daß selbst die doppelstöckigen Regional-Expresse am Wochenende bis zum Bersten überfüllt sind. Manche dieser aus Bamberg über Forchheim und Erlangen gen Nürnberg eilenden Züge halten daher nicht mehr in Fürth, weil weiteres Zusteigen schlechterdings unmöglich wäre. Das hielt einen Passagier in einem dieser Züge nicht davon ab, seinem Aussteigewunsch in Fürth durch beherztes Ziehen der Notbremse Nachdruck zu verleihen.
… in diesem Zug weiterfahren
29. November 2007 von Lim_Dul
Mitte diesen Jahres gab es ja Knatsch zwischen dem VRR und der Deutschen Bahn. Wie es aktuell um das Verfahren steht, ist mir unbekannt, beide Seiten haben sich bis jetzt nicht geäußert.
Nun hat aber auch der Aachener Verkehrsverbund Ärger mit der Bahn. Die Deutsche Bahn hat am 27. November ein neues Stellwerk in Betrieb genommen. Dummerweise funktionierte das nicht so richtig, so dass es im Großraum Aachen ein großes Chaos gab. Der Bahnverkehr ist den Morgenstunden fast komplett zum erliegen gekommen, da nichts mehr richtig geschaltet werden konnte und Signale teilweise Dauerrot zeigten. Und auch am folgenden Tag, dem 28. November war immer noch nicht alles in Ordnung. Zwar fuhren die Züge wieder, aber mit Verspätungen musste immer noch gerechnet werden.
Aufgrund dieses Chaos ist dem Verkehrsbund Aachen der Kragen geplatzt:
… in diesem Zug weiterfahren
5. November 2007 von Lim_Dul
Nachdem am Freitag das Gericht in Chemnitz es der GDL erlaubt hat, auch den Fern- und Güterverkehr zu bestreiken, können Pendler erstmal aufatmen.
Bis einschließlich Mittwoch ist erstmal Ruhe, am Mittwoch entscheidet die GDL über weitere Streiks. Diese würden dann voraussichtlich frühestens ab Donnerstag gelten. Angekündigt hat die GDL aber schon, dass die Streiks erstmal im Güterverkehr beginnen werden und Pendler in Ruhe gelassen werden.
Warum der Güterverkehr?
… in diesem Zug weiterfahren
27. Oktober 2007 von Lim_Dul
Der 30-Stündige Streik im Nahverkehr ist vorbei. Wie gut die Ersatzfahrpläneb funktioniert haben, weiß ich nicht, denn ich habe es geschafft die Bahn während der Streikzeit zu meiden. Aber die Bahn selber spricht davon, dass der Streik sie hart getroffen hat. Insbesondere in den östlichen Bundesländern ist der Nahverkehr stellenweise komplett zum erliegen gekommen. Laut Angaben der Bahn sind 50% der Züge bundesweit ausgefallen. Im Gegensatz zu früheren Streiks, wo die Bahn davon sprach, dass 2/3 bis 80% der Züge gefahren sind ist dies schon ordentlich.
… in diesem Zug weiterfahren
13. Oktober 2007 von Lim_Dul
Der Streik von Freitag ist mittlerweile vorbei. Ich muss sagen, ich habe Freitag morgen noch nie so leere Bahnen gesehen. Die meisten sind tatsächlich wohl auf das Auto umgestiegen. Davon zeugen auch viele Nachrichtenmeldungen, die von leeren Bahnhöfen und vollen Straßen berichten.
Ich finde das faszinierend. Ich hätte nicht gedacht, das so wenig Leute wirklich von der Bahn abhängig sind. Anscheinend haben sehr viele Leute doch eine Alternative zum Bahnfahren. Gekostet hat der Streik die Bahn wohl relativ viel Geld. Zwar haben die meisten Pendler Zeitkarten und werden vermutlich eher keine Erstattung bekommen, nur erbringt die Bahn im Nahverkehr Dienstleistungen im Auftrag Dritter - Der Verkehrsverbünde bzw. Länder. Und die haben Verträge, bei denen es heißt: Keine Bahn - Kein Geld. So schreibt der Spiegel:
die Deutsche Bahn kassiere in Niedersachen pro Tag rund eine Million Euro für die Fahrten der Nahverkehrszüge. Jetzt sei mit Rückforderungen zu rechnen: “Die DB würde eine halbe Million täglich verlieren, wenn nur jeder zweite Zug fährt.”
Und anscheinend ist bei dem Gespräch am Donnerstag doch mehr rausgekommen, als es zuerst den Anschein hat - sofern man den Quellen des Spiegels glauben will. … in diesem Zug weiterfahren
9. Oktober 2007 von Lim_Dul
So langsam wird es ernst. Am morgigen Mittwoch wird noch nicht gestreikt. Aber danach um so mehr. Die GDL hat angekündigt, am kommenden Donnerstag, Freitag, Montag und Dienstag eventuell zu streiken. Und diesmal nicht nur 3 Stunden, sondern den ganzen Tag. Ob alle vier Tage oder nur einer der vier Tage bleibt offen. Immerhin werden sie angekündigt, wenn auch mit wenig Vorlauf. Die GDL wird die Streiks jeweils am Nachmittag des Vortages ankündigen. Das heißt, Mittwoch abend wissen wir bescheid, ob Donnerstag gestreikt wird.
… in diesem Zug weiterfahren
5. Oktober 2007 von Lim_Dul
Das Arbeitsgericht Chemnitz hat heute entschieden, dass im Güter- und Fernverkehr nicht gestreikt werden darf. Im Nahverkehr jedoch darf gestreikt werden.
Dennoch heißt dies nicht, dass der Fernverkehr so wie immer rollen wird. Denn der Notfahrplan der Bahn ist in Kraft, nach der im Fernverkehr vor allem IC Linien ausfallen. Der Fernverkehr wird also quasi seitens der Bahn AG selbst bestreikt …
Im Nahverkehr gilt ebenfalls ein Notfahrplan, hinzu kommt der Streik von 8 bis 11 Uhr. Für die Fahrgäste ist vermutlich nicht ersichtlich welche Zugausfälle aufgrund des Streiks passieren und welche aufgrund des Notfahrplans.
3. Oktober 2007 von Lim_Dul
Laut der Wirtschaftswoche betreffen die beantragten einstweiligen Verfügungen beim Arbeitsgericht Chemnitz alle Bereiche. Das heißt, sowohl Fern-, als auch Nah- und Güterverkehr.
Unklar ist allerdings, ob auch für den Nahverkehr NRW, sowie die S-Bahnen Hamburg und Berlin in Chemnitz Anträge gestellt wurden. Denn bei der Deutschen Bahn existieren unter anderem folgende Töchtergesellschaften:
- DB Fernverkehr AG (Sitz in Frankfurt): Bundesweiter Fernverkehr
- DB Regio AG (Sitz in Frankfurt): Bundesweiter Nahverkehr, mit Ausnahme von NRW
- DB Regio NRW GmbH (Sitz in Düsseldorf?): Nahverkehr in NRW
- DB Railion AG (Sitz in Duisburg): Bundesweiter Güterverkehr
- S-Bahn Hamburg GmbH (Sitz in Hamburg): S-Bahn in Hamburg
- S-Bahn Berlin GmbH (Sitz in Berlin): S-Bahn in Berlin
Bei den bundesweiten Gesellschaften könnte sich Chemnitz zuständig fühlen. Bei den regionalen (Regio NRW, S-Bahn Hamburg/Berlin) ist es aber unwahrscheinlich, dass darüber in Chemnitz entschieden werden kann. Über beantrage einstweilige Verfügungen in Düsseldorf, Hamburg oder Berlin ist bis jetzt aber nichts bekannt. Daher ist damit zu rechnen, dass dort nach aktuellem Wissensstand auf jeden Fall gestreikt werden kann.
2. Oktober 2007 von Lim_Dul
Wie schon im Juli/August hat Bahn nun Anträge auf einstweilige Verfügungen gestellt. Laut Aussage des Spiegels betrifft der Antrag aber erstmal nur den Regionalverkehr. Und da der Antrag von den Gesellschaften DB Regio, DB RegioNetz sowie dem Arbeitgeberverband der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister gestellt wurde, betrifft er auch nicht den Nahverkehr in NRW, der von der DB Region NRW GmbH betrieben wird.
Allerdings hat die Bahn keine Aussage dazu gemacht, ob sie auch an weiteren Gerichten einstweilige Verfügungen beantragt hat oder beantragen wird. Damit bleibt es unklar ob und in welchem Umfang es am Freitag zu Streiks kommen wird. Laut Presseberichten will die GDL den Verkehr am Freitag nicht 24 Stunden bestreiken sondern anscheinend ähnlich wie bei den Warnstreiks nur für einen begrenzten Zeitraum.
8. August 2007 von Lim_Dul
Die Deutsche Bahn hat gerade eine Pressemitteilung herausgegeben, nach der das Arbeitsgericht in Chemnitz Streiks im Regionalverkehr untersagt. Damit dürften nun fast alle DB Tochtergesellschaften eine einstweilige Verfügung erwirkt haben, nach der Streiks untersagt sind.
Damit sind aber die angedrohten Streiks in der S-Bahn in Hamburg und Berlin morgen noch nicht vom Tisch. Denn die einstweilige Verfügung muss der GDL erst zugestellt werden, bevor sie rechtskräftig wird.
Update 23:40 Uhr:
Da die S-Bahn in Berlin und Hamburg jeweils von einer eigenen Tochter-Gesellschaft der Bahn betrieben werden, greift laut Aussage des Spiegels die oben genannte Verfügung nicht dafür. Somit wird dort voraussichtlich gestreikt.