8. August 2008 von Lim_Dul
Es kommt häufiger vor, dass Züge auf der Rheinstrecke zwischen Koblenz und Köln auf die falsche - rechte - Rheinseite umgeleitet werden und dann in Bonn-Beuel anstelle von Bonn halten.
Was mir nur letztens in so einem Fall wieder aufgefallen ist, die Bahn versucht es zu vermeiden, die Leute auf die Taxis hinzuweisen. So kam im InterCity, der umgeleitet wurde, die Durchsage, dass von Bonn-Beuel aus Busse und die Stadtbahn zum Hauptbahnhof fahren. Die Tickets würden auch dort gelten. Das Wort Taxi wurde nicht erwähnt.
Dennoch gab es einen Menschen am etwas abseits gelegenen Taxistand, der Taixgutscheine für eine Fahrt zum Hauptbahnhof verteilte. Wer also wusste, dass die Bahn in solchen Fällen Taxi-Gutscheine ausgibt, konnte bequem mit dem Taxi zum Hauptbahnhof fahren. Allen anderen mussten sich in die volle Stadtbahn quetschen.
Ob die Tickets dort nun wirklich gegolten haben, halte ich auch für fraglich. Denn normalerweise gelten sie dort nicht oder nur mit Einschränkungen.
30. Mai 2008 von Lim_Dul
Es ereignete sich an einem Donnerstag am frühen Abend, dass ich in Koblenz in den Regionalexpress 5 nach Bonn einstieg. Der fährt normalerweise über Andernach, Bad Breisig, Sinzig, Remagen, Oberwinter, Bonn-Bad Godesberg nach Bonn HBF. Aber diesmal sollte es anders kommen. Zur planmässigen Abfahrtszeit fuhr er nicht los. Neben uns stand ein InterCity der ebenfalls nach Bonn fuhr.
Nach einiger Zeit dann eine Durchsage:
Aufgrund einer Streckensperrung werden wir über die linkerechte Rheinseite umgeleitet. Die Halte zwischen Koblenz und Köln Hauptbahnhof entfallen. Dafür halten wir außerplanmässig in Neuwied, Linz und Bonn-Beuel.
Diese Durchsage wurde noch ein paar mal wiederholt. Mehr Infos gab es nicht. Für mich war es nicht wirklich schlimm, da man von Bonn-Beuel problemlos zum Bonner Hauptbahnhof kommt. Aber die, die zu anderen Stationen wollten, konnten nun sehen, wie sie dahin kommen. Die Strecke zwischen Koblenz und Köln ist ja nicht gerade mit reichlich Rheinbrücken versehen. Und Fähren kosten Geld und Zeit, ganz abgesehen von der Tatsache die ein oder andere eigentlich planmässige Haltestelle von Neuwied oder Linz doch recht weit entfernt ist.
Natürlich könnte man sich nun auf den Standpunkt stellen, dass die Bahn mit dieser Situation einfach überfordert war. Das darf aber eigentlich nicht sein, denn so selten kommt es auf dieser Strecke nicht vor. Ich selbst habe es schon mehrfach erlebt. Die Strecke ist halt mangels Alternativrouten extrem anfällig.
… in diesem Zug weiterfahren
28. März 2008 von Lim_Dul
Die Schlichtung im öffentlichen Dienst ist vorbei. Die Gewerkschaft ver.di hat bereits angekündigt, das Ergebnis der Schlichtung abzulehnen. Dieses Wochenende wird nochmal verhandelt und wenn dabei nichts rauskommt, wird die Gewerkschaft eine Urabstimmung einleiten. Sollte das Ergebnis positiv ausfallen - was zu erwarten ist - könnten unbefristete Streiks am 12. April beginnen. Diese würden dann unter anderm Busse und Straßenbahnen betreffen.
18. März 2008 von Lim_Dul
Man bewegt sich in Berlin. Allerdings in sehr kleinen Schritten. Am vergangenen Samstag gab es ein Gespräch zwischen ver.di und BVG. Man konnte sich nicht einigen und die Positionen liegen immer noch weit auseinander. Dennoch sind die Arbeitgeber ver.di etwas entgegenkommen.
Das hat zur Folge, dass seit Montag der Fahrbetrieb nicht mehr bestreikt wird. Alle anderen Bereiche, wie die Werkstätten oder die Verwaltung werden jedoch weiterhin bestreikt. Das hat zur Folge, dass die Busse theorethisch fahren können praktisch jedoch nach und nach wegen notwendiger Wartungen ausfallen. Die BVG hat am Dienstag morgen verkündet:
Am Morgen gingen nur 85% der Busflotte in den Betrieb, mit zunehmenden Ausfällen, besonders bei den Bussen, muss leider gerechnet werden. U-Bahn und Straßenbahn fahren weitgehend stabil, die U-Bahn durchweg im fünf, die Straßenbahn im fünf bis 20 Minuten-Takt.
3. März 2008 von Lim_Dul
Bei der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) laufen momentan auch Tarifverhandlungen - Wie bei der Bahn und den Öffentlichen Betrieben. Beziehungsweise momentan ruhen die Verhandlungen, da sich der Verhandlungspartner nicht einigen konnten. Konsquenterweise sollen nun auch Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen in Berlin Ruhen. Dies zumindest hat verdi angekündigt.
Die BVG informiert dazu auf ihrer Seite wie folgt:
Nach Presseberichten hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi heute flächendeckende Streikmaßnahmen bei der BVG ab kommendem Mittwoch unbefristet, mindestens aber bis einschließlich Freitag, 14. März, angekündigt. Danach sollen die Berliner Verkehrsbetriebe komplett bestreikt werden.
Es muss also damit gerechnet werden, dass in diesem Zeitraum Busse und Bahnen der BVG nicht verkehren. Die Berliner Verkehrsbetriebe werden ein Notnetz installieren, das zum Beispiel die Anbindung des Flughafens Tegel sicherstellt.
Immerhin fahren in Berlin dann noch die S-Bahnen.
19. Dezember 2007 von Lim_Dul
Für die Straßenbahnlinien 61/62 existieren in Bonn Fahrpläne. Nur sind die vor allen Dingen im Berufsverkehr nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. So stand ich vor kurzem in Bonn-Beuel und wartete auf eine Straßenbahn nach Bonn Innenstadt. Dort fährt nur die Linie 62, keine andere Linie. Somit handelt es sich im folgenden immer um Bahnen der Linie 62.
Ich hatte die erste Straßbahn knapp verpasst, um ca. 1 Minute. Aber die nächste kam schon laut Anzeige in 5 Minuten und dann noch eine in 19 Minuten. Diese Anzeigen sind meistens relativ genau. Zwar ändert sich da teilweise was, aber normalerweise kann man sich gut auf die verlassen.
In Gegenrichtung kam eine Bahn, eine halbe Minute später noch eine Bahn. Die nächste sollte dann in Gegenrichtung in 7 und dann wieder eine in 17 Minuten kommen.
Preisfrage: In welchem Regelmässigen Takt sollten die Bahnen eigentlich fahren?
Die Antwort ist: Alle 10 Minuten sollte eine Bahn in jeder Richtung fahren. Und solche Sachen erlebe ich immer im Berufsverkehr. So kommt es häufig vor, dass am Hauptbahnhof drei Straßenbahnen (2x 61, 1x 62) direkt hintereinander ankommen, obwohl 61 und 62 eigentlich um 5 Minuten versetzt fahren.
Damit lässt sich im Berufsverkehr nicht kalkulieren. Eigentlich sollte beispielsweise die Bahn, die um XX:42 am Beuler Bahnhof ist, ausreichen, um den Zug um :49 zu bekommen. Nur klappt das eher selten, meistens nur dann, wenn man die Bahn erwischt, die eigentlich um :32 am Bahn sein sollte.
12. September 2007 von Lim_Dul
Wer hat sich schonmal geärgert, dass einem Bus oder Straßenbahn vor der Nase weggefahren sind, obwohl der Fahrer einen gesehen haben muss, wie man herangestürmt ist?
Ein Potsdamer Tram Fahrer kann es zumindest für seine Bahn erklären:
Größtes Problem inzwischen: Die Fahrer müssten mit einem rechnergestützten Fahrplan fahren. „Dabei ist jede Ampelschaltung und jeder Halt auf die Minute genau berechnet – selbst kleine Verspätungen können dann dazu führen, dass während der gesamten Strecke immer wieder rote Ampeln kommen, die die Fahrt aufhalten.“
So erklärt sich auch, dass die Bahn den offiziellen Verspätungsgrund “Zu hohes Fahrgastaufkommen (Ein/Ausstieg)” kennt. Vielfach ist kein Puffer drin, so dass sich geringste Verzögerungen sofort fortpflanzen.
Bei der Deutschen Bahn ist es ähnlich. Wie in einem Bericht bei plusminus erzählt, würden manche Unternehmen gerne statt auf LKWs auf die Bahn setzen. Nur sind auch dort die Kapazitäten ausgelastet. Das heißt, mehr Züge gehen nicht auf die Schienen drauf. Dementsprechend sind manche Strecken teilweise so dicht befahren, dass dort keinerlei Puffer-Kapazität mehr exisitiert und eine Verspätung sich sofort immens weit fortpflanzt.
4. September 2007 von Lim_Dul
Das Blog Mein-Zimmer hat einen schönen Beiträg über Beobachtungen in der Straßenbahn geschrieben. Am besten ist dabei der Part mit der alten Oma:
Da ist die Seniorin, recht agil für ihr schätzungsweises hohes Alter. Kommt im leichten Sprint zur Bahnhaltestelle gerannt um die Bahn noch zu erwischen. Läuft ganz normal weiter nach vorne und sieht, dass ihr angepeilter Platz schon besetzt ist von einem etwa gleichaltrigen Mann. Plötzlich beginnt sie zu humpeln und versucht ohne Worte aber mit giftigen Blicken den Herren vom Platz aufzuscheuchen.
(…)
Der Mann beginnt zu lächeln und meint, dass sie sich in Sachen Alter wohl nix nehmen, wohl aber in Sachen Gesundheit, denn er sei mit einer alten Schussverletzung im Knie nicht mehr in der Lage zur Bahn zu rennen so wie er es bei ihr durch das Fenster gesehen ha
Aber auch die andern Beschreibungen sind nett. Und wer mit offenen Augen Zug und Straßenbahn fährt, wird bestätigen können, dass sich dort sehr skurille Gestalten rumtreiben.
15. Februar 2007 von Lim_Dul
Wie wichtig es ist, die Alternativrouten zu kennen, merkte ich letztens, am 1. Februar. Fahren wollte ich von Bonn nach Frankfurt über Koblenz und Mainz. Allerdings musste ich in Mainz umsteigen, die eingeplante Zeit dafür war 5 Minuten. Und dann komme ich am Bahnsteig in Bonn an und höre die Durchsage: “Der ICE nach XY über Koblenz, Mainz hat voraussichtlich 25 Minuten Verspätung”. Mehr Infos gab es nicht. Wenn ich nun ein unwissender, braver Bahnfahrer gewesen wäre und einfach die 25 Minuten akzeptiert hätte, dann hätte ich in Mainz meinen Anschlus verpasst. Das wiederum hätte bedeutet, dass die nächste Verbindung von Mainz nach Frankfurt vermutlich die S-Bahn gewesen wäre, die deutlich länger braucht. Damit wiederrum hätte ich in Frankfurt weder die geplante S-Bahn noch die S-Bahn eine halbe Stunde später erreicht, so dass ich im Endeffekt eine Stunde später an meinem Ziel angekommen wäre. Aber ich kannte ja eine Alternative: … in diesem Zug weiterfahren
2. Februar 2007 von Lim_Dul
Ich hab ja schonmal über Merkwürdigkeiten bei der Online Buchung berichtet. Mir ist letzte Woche noch was aufgefallen:
Ich habe am Freitag Nachmittag versucht ein Ticket für den darauffolgenden Montag zu buchen. Strecke: Frankfurt-Bonn. Dabei gibt es ja auch die Route über Siegburg/Bonn. Die Strecke zwischen Siegburg und Bonn wird dabei von der Straßenbahnlinie 66 bedient. Allerdings konnte ich kein Ticket für die Strecke über Siegburg kaufen, sonder nur einen Sitzplatz reservieren. Warum weiß ich nicht so genau, aber vielleicht ist die Strecke ja ausverkauft. Kann ja theorethisch sein.
Aber: Ich konnte problemlos ein Ticket von Frankfurt nach Siegburg/Bonn buchen, also die gleiche Strecke nur ohne die Straßenbahn. Das bedeutet, die Strecke Frankfurt-Siegburg war nicht ausverkauft, sondern wenn, dann nur die Strecke Siegburg-Bonn, die aber lokal mit der Straßenbahn bedient wird. Hat die Deutsche Bahn nur ein gewisses Kontigent auf dieser Strecke bei dem lokalen Unternehmen reserviert? So ganz ist mir das nicht klar.
PS: Für den Montag der darauffolgenden Woche, also 10 Tage im voraus, hätte ich problemlos ein Ticket für die gesamte Strecke buchen könnn.