Von Köln nach Düsseldorf geht es nur ohne Ticket?

25. Januar 2009 von clekis

Blogleser Manuel berichtet auf seinem Blog mal wieder über die Schwierigkeiten des Ticketerwerbs.

Dieses Mal traf es die Strecke Köln-Düsseldorf, für die er verzweifelt ein Ticket bekommen wollte.

Zuerst versuchte er auf bahn.de ein Ticket für den IC (mit BahnCard50 für 5,50 €) zu erwerben, doch im Buchungsdialog erhielt er nur die Möglichkeit der Sitzplatzreservierung. Dann versuchte er, den Zugbegleiter auf seiner Fahrt nach Köln zu überzeugen, der ihm dies aber nicht verkaufte. In Köln angekomen, befragte er dann einen Automaten, der ihm ein Ticket für 9,30 € angebot, also wesentlich mehr als 5,50 €. Interessanterweise bekam er nun endlich auch das Ticket für 5,50 € aus dem Automaten…

Warum das Ticket Köln-Düsseldorf mit IC auf bahn.de nicht kaufbar war, weiß ich nicht, zumindest fällt mir spontan keine Begründung ein. Allerdings kann ich den Rest erklären ;)  Die 9,30 € sind die höchste Preisstufe des VRS, des Verkehrsverbundes, der rund im Köln gilt. Diese gelten im sogenannten “großen Grenzverkehr” bis Düsseldorf. Daher wird für den Nahverkehr diese Möglichkeit angeboten. Der IC wird nach dem Standardtarif der DB abgewickelt und kostet eigentlich 11 €, wird aber durch die BahnCard entsprechend auf 5,50 € gemindert.

Ein paar Tage später versuchte Manuel ein ähnliches Ticket, allerdings nicht nur bis Düsseldorf, sondern sogar bis Ratingen Ost (auf der S6 zwischen Düsseldorf und Essen) zu bekommen. Dieses wurde ihm, mit BC50 und IC, auf bahn.de für 5,70 € angeboten und war sogar “kaufbar”.

Warum die DB den Verkauf von Köln nach Düsseldorf für den RE nicht anbietet ist klar - schließlich ist das, wie oben gezeigt, Verbundtarif. Warum allerdings ein IC-Ticket nach Ratingen Ost online geht, nach Düsseldorf aber nicht - da kann man nur raten ;) Weiß es wer von euch?

Langer Weg zum Ticket

16. Dezember 2008 von clekis

Der Blogger Manuel von www.uiuiuiuiuiuiui.de hatte so seine Mühe mit der Buchung eines Tickets. Genau fünf erfolglose Versuche startete er, bis er aufgab, aber lest selber:

5 erfolglose Versuche

Kleingeld speiender Automat

11. August 2008 von Lim_Dul

Auf dem Blog GayScream gibt es einen Beitrag über einen Fahrkartenautomaten der Verkehrsgesellschaft üstra.

Nach dem Einwurf von 7,50€ in Münzen (Fahrkartenpreis 7,80€) verweigerte der Automat die Annahme von 10 und 20 Cent Münzen und wollte nur noch 2 Euro Münzen. Da die Schreiber jedoch keine solchen Münzen mehr hatten drückten sie Abbruch. Und bekamen ihre 7,50€ zurück - In Münzen nicht größer als 20 Cent. Das ergab dann eine schwere Geldbörse.

Immerhin kann ich mir eine Erklärung vorstellen: Wenn der Automat keine kleinen Münzen mehr nimmt, sind eventuell diese Fächer voll. Und dann spuckt er die bei einer Geldrückgabe als erstes aus. Dennoch, optimal für den Nutzer ist was anderes.

Bahnfahren mit Einkaufswagen

17. Juli 2008 von Lim_Dul

Blogleser André hat mir vor kurzem folgenden Beitrag geschickt, den ich einfach mal unkommentiert hier einstelle:

Ich hab ja auch schon einiges mit der Bahn erlebt, aber mein letztes Ereignis hat mich absolut sprachlos gemacht.

Zusammen mit einigen Freunden begaben wir uns nach Norddeutschland, genauer gesagt nach Scheessel aufs Hurricane. 5 Tage (An- und Abreisetag mitgerechnet) Festival und Camping.

Dementsprechend ausgerüstet bepackten wir einen umgebauten Einkaufswagen mit Zelten, Bier, Schlafsäcken und was man sonst so braucht. Die Hinfahrt verlief ereignislos, abgesehen davon dass - wohl wegen eines Defekts - kein Fahrradabteil vorhanden war. Aber egal, wir schafften es 4 Personen und den Einkaufswagen in den Einstiegsbereich des IC der 1. Generation zu quetschen:

Einkauswagen im ICE 1


Auf dem Rückweg hatten wir nicht so viel Glück.

Bis Bremen kein Problem - der Metronom war sehr leer, die grosse Abreisewelle fand vor uns statt. Aber dann in Bremen ging der Ärger los. Die Schaffnerin im IC verweigerte uns den Einstieg, mit der Begründung, das Fahrradabteil sei zu voll. Bitten, betteln, streiten - nichts half. Zumindest wurde uns auf unserem Ticket bestätigt, dass uns der Eintritt verwehrt wurde. Dieses hatte nämlich Zugbindung.

Verärgert suchten wir den Servicepunkt am Bremer Hbf auf, erläuterten die Situation und verlangten Klärung. Schliesslich wollten wir ganz gerne nach Hause, zu einem eiskalten Bier und in die Badewanne. Die Servicekraft griff also zum Telefon, rief irgendeinen Vorgesetzten an und verkündete uns dann….

…dass wir Scheisse fressen und sterben sollen. Naja, nicht wörtlich, aber man teilte uns unmissverständlich mit, dass:

1. die Schaffnerin sich vollkommen korrekt verhalten hätte
2. wir mit einem Einkaufswagen ohnehin eine Extrakarte, Reservierung und wer was weiss noch bräuchten, da wir ja nur so viel Gepäck mitnehmen dürften wie wir tragen könnten
3. weiterhin unsere Karte jetzt verfallen wäre, und wir doch bitte eine neue kaufen sollten, sonst wären wir Schwarzfahrer.

Selbst jetzt fehlen mir immer noch die Worte. Es erfüllt mich allerdings mit unheimlicher Erleichterung, dass ich meine Bahncard 50 rechtzeitig gekündigt habe.

Aber zurück nach Bremen: nach einer gemeinsamen Manöverbesprechung beschlossen wir, uns von unserem Transportmittel zu trennen, auch wenn einige Stunden Arbeit + Erinnerungen drinsteckten. Ach ja, liebe Bahn:

WIR HABENS GESCHAFFT, ALLES ZU TRAGEN!

Nur den Einkaufswagen nicht. Den haben wir stattdessen den Bremer Punks gespendet. Vielleicht haben wir Glück, und die fahren damit Bahneigentum kaputt.

Grüsse, André

Servicewüste Bahn?

5. Mai 2008 von Lim_Dul

Appropo Kundenbefragungen, das Institut für Demoskopie in Allensbach hat eine Umfrage zum Service in Deutschland durchgeführt. Interessanterweise wird der Service in Deutschland mittlerweile recht gut beurteilt. Eigentlich alle Bereiche werden eher positiv beurteilt. Mit zwei Ausnahmen, der Deutschen Telekom und der Deutschen Bahn. Subtrahiert man von den prozentualen positiven Nennungen die negativen, so kommt die Bahn auf -34 und die Telekom auf -39 Punkte. Während 19 (+3 gegenüber 2002) Prozent den Service der Bahn für gut halten, halten ihn 53 (+6 gegenüber 2002) Prozent für schlecht.

Interessant ist dabei, dass die Bahn anscheinend stärker polarisiert und in dieser Umfrage 72 Prozent eine Meinung zum Service der Bahn haben, während es 2002 nur 63 Prozent. Oder es nutzen halt mehr Leute die Bahn.

Meiner persönlichen Meinung nach ist die Aussage etwas eindimensional. Den konkreten Service der Mitarbeiter, wie Freundlichkeit, Bereitschaft einem bei Fragen zu helfen beurteile ich bei der Bahn mittlerweile als durchaus gut. Auser einzelnen Ausnahmen, die es überall gibt, hab ich da wenig zu meckern.

Anders hingegen beim System Bahn. Die Prozesse der Bahn sind alles andere als Service-freundlich sondern eher das Gegenteil. Ein Beispiel dafür ist die Erstattung einer Taxi-Fahrt. Oder auch die unterschiedlichen Tickets, die je nach dem wo und wie man sie kauft, anders “funktionieren”. Und da negative Erfahrungen eher haften bleiben, ist das Ergebnis für die Bahn unter den Voraussetzungen kein Wunder.

Wer die Umfrage lesen will, die gibt es auf der Seite des Institus kostenlos.

Die Tickets sind zum sofortigen Reiseantritt bereits entwertet

18. Februar 2008 von Lim_Dul

Der Satz “Die Tickets sind zum sofortigen Reiseantritt bereits entwertet” steht an vielen Nahverkehrsautomaten dran. Komfort und Service möchte man denken. Allerdings kann sich das auch ins Gegenteil verkehren, wie Jens erfahren muss.
Wer durch zwei Verkehrsverbünde fährt, hat das Problem, dass er für die Rückfahrt das Ticket eben nicht schon vorher am Heimatautomaten kaufen kann, denn es ist ja bereits entwertet und gilt damit nur für einen bestimmten Zeitraum.

Was war nun das genaue Problem? Nun der Gute wollte von Langerwehe nach Köln und zurück fahren. Nun hat er auch ein VRS-Semesterticket, was ab der Haltestelle Düren gilt. Er braucht also eigentlich nur ein Ticket Langerwehe-Düren. Die beiden Haltestellen liegen im Aachener Verkehrsverbund (AVV). Dort zahlt man 2,70€ für diese Strecke.
Auf dem Rückweg steigt er jedoch in Köln ein. Nun hat er die Wahl in Düren auszusteigen und ein Ticket für 2,70€ zu kaufen oder bereits in Köln ein Ticket Düren-Langerwehe zu erwerben. In Köln kann man jedoch keine AVV-Tickets erwerben, weswegen er ein DB-Ticket erwerben musste. Dieses kostet aber 4€.

Service beim Fahrkartenkauf?

17. Dezember 2007 von Lim_Dul

Wer kennt nicht die Reisezentren der Deutschen Bahn. Meistens lange Schlangen so dass man eine gefühlte Ewigkeit warten muss, bis man drankommt. Und mittlerweile wird man vorher von Automaten Guides abgefangen, die einem den Segen der Automaten näher bringen wollen.

SWB Logo

Interessanterweise geht es auch anders, allerdings nicht bei der Bahn. Ich hab mir ein Monatsticket im Abo beim VRS besorgt und die Zusatzkarte für das Fahrrad. Diese gibt es leider nicht im Abo, so dass ich regelmässig mir eine neue kaufen muss. Von daher musste ich jetzt schon mehrfahr ins Service Center in Bonn um eine Fahrkarte zu kaufen. Die SWB hat ja teilweise nicht den besten Ruf. Im Service Center wurde ich aber eines besseren belehrt. Ich musste bis jetzt nie wirklich warten, das Maximum waren 2 Minuten. Und ich war früh morgens oder kurz vor Feierabend da. Und es waren immer genügend Mitarbeiter da, so dass es man nie wirklich anstehen musste. Ich muss gestehen, ich war fasziniert und bin froh, dass es tatsächlich noch Service gibt!

Lustiges Tarifraten - Die Lösung?

5. Dezember 2007 von Lim_Dul

Nun ist es mal langsam an der Zeit das Rätsel, wie man am günstigsten von A nach B kommt zu lösen. Ich muss gestehen, die wirklich günstigste Lösung kannte ich auch nicht.

Aufgabenstellung war: Von einer beliebigen Bushaltestelle in Bonn nach Köln zum Zülpicher Platz zu fahren. Vorhanden waren ein Monatsticket für den Raum Bonn und eine Bahncard 50.

Folgende Möglichkeiten existieren:

Regioticket Preistufe 4

Kosten: 6,30€
Das ist die simpelste Variante, die auch für alle ohne Monatskarten oder Bahncards nutzbar ist. Das ist quasi der “Standardpreis” des VRS für diese Strecke.

IC-Ticket + Kurzstrecke

Kosten: 5,90€
Die Kosten setzen sich zusammen aus dem InterCity Ticket von Bonn HBF nach Köln HBF mit der Bahncard (4,50€) und der Kurzstrecke von Köln HBF zum Zülpicher Platz (1,40€). Zum Bonner Hauptbahnhof kommt man mit dem Monatsticket. Dies ist auch die Variante die ich gewählt habe. Sie hat den angenehmen Nebeneffekt, dass man InterCity fahren kann und somit schneller ohne Zwischenhalte ankommt.
Warum IC? Nun, ein Ticket nur für den Regionalverkehr kann man nicht buchen, da innerhalb dieses Gebietes der Verbundtarif des VRS gilt.

Regionalverkehr + Kurzstrecke

Kosten: 5,35€
Im vorherigen Absatz schrieb ich noch, dass man ein Ticket für den Regionalverkehr bei der Bahn nicht buchen kann, da der Verbundtarif des VRS gilt. Dies kann man allerdings umgehen, wie clekis verraten hat. Man bucht einfach ein Ticket von Rolandseck aus. Damit ist man außerhalb des Verbundtarifes und kann den Bahncard Rabatt nutzen. Kostenpunkt: 3,95€ Dann kommt noch die Kurzstrecke für 1,40€ hinzu.

AnschlussTicket

3,20€ bis 4,10€
Hier war ich mir überhaupt nicht bewusst, dass es sowas gibt. Aber zur Monatskarte kann man AnschlussTickets erwerben kann. Deren Preis richtet sich dem Preis von der Grenze des Anschlußgebiets bis zum Ziel. Wählt man die linksrheinische Strecke, so sinken die Kosten auf 4,10€ für die Strecke, bei der rechtsrheinischen müssten sie sogar auf 3,20€ sinken, egal ob man über Niederkassel oder Troisdorf fährt.

So genau ist mir aber nicht bewusst, wie sich dieses Anschlussticket berechnet. Denn es gilt von der Grenze aus. Nur gibt es keine exakte Grenze. Entweder die Grenze ist die letzte Haltestelle vor oder nach der Stadtgrenze. Damit das Anschlussticket überhaupt Sinn macht, muss es quasi ab der ersten möglichen Haltstelle nach der Stadtgrenze berechnet werden.

Zusammenfassung

Und da sag einer nochmal Tarife für Bus & Bahn sind simpel und intuitiv. Streicht man übrigens die Monatskarte raus und startet ab Bonner HBF fällt nur die letzte Variante weg, so dass dann die günstige Option ist ein Ticket für eine längere Strecke (ab Rolandseck) zu buchen. Logik ist in meinen Augen was anderes.

Danke an alle die kommentiert haben, ich habe dabei auch einiges neues gelernt

Veranstaltungsticket

7. November 2007 von Lim_Dul

Ich habe vor kurzem ein Bahn-Ticket kennen gelernt, dass ich vorher noch nicht kannte: Das Veranstaltungsticket.


Ich fand es faszinierend, dass es solche Tickets tatsächlich in der Form gibt.

Mission: Silvester 2007

20. Oktober 2007 von sara

Die Mission: Buchen Sie ein Onlineticket im Buchungssystem der Deutschen Bahn AG.
Zweck der Mission: Sie wollen Silvester 2007 andernorts verbringen.
Beauftragt zur Durchführung der Mission: Die Tigermäusin.

Ergebnis der Mission:

Screenshot vom 19.10.2007


Mission gescheitert!

Derzeit favorisierter Lösungsvorschlag:

“Ich koennte natuerlich auch eins fuer den 30.12.2006 buchen und dann das Sylvester vom letzten Jahr nochmal feiern…”

;)

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