Service bei der ÖBB - Besser als bei der DB Bahn?

17. Januar 2008 von Lim_Dul

Werfen wir doch mal ein Blick rüber zu unseren Nachbarn, nach Österreich. Auch dort gibts ein großes Bahnunternehmen. Und auch dort gibts merkwürdige Geschichten. So auch folgende.

Es begab sich zur Adventszeit, dass ein Euro-City aus Budapest die Einfahrt nach Österreich begehrte. Doch dem Zugpersonal in Österreich war der Zug zu voll:

Weil der Euro-City EC 40 zwischen den Hauptstädten Budapest und Wien völlig überfüllt war, hatte ein Kondukteur der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) kurzerhand rund 300 Passagiere, die keinen Sitzplatz gefunden hatten, am Grenzbahnhof Hegyeshalom-Nickelsdorf aus dem Zug gewiesen und auf dem Perron abgestellt.

Die offizielle Begründung war, dass die Fluchtwege verstopft waren und auch keine Ticketkontrollen mehr durchgeführt werden konnten. Ein etwas drakonisches Vorgehen. Aber die ÖBB betont:

Die überzähligen Reisenden mussten nicht allzu lange auf die Weiterreise warten

Preisfrage: Was ist für die ÖBB “nicht allzu lange”? Nun das sind 40 Minuten, bei den frostigen Temperaturen bestimmt wirklich nicht lange. Immerhin konnten sie dann, nachdem sie aus einem Euro-City aussteigen mussten mit einem Regionalzug weiterfahren.

Dafür streitet man sich fleißig mit der ungarischen Bahn, wer nun Schuld hat und übersieht dabei, dass die Fahrgäste herzlich wenig interessiert, wer Schuld hat. Diese möchten mit einem Ticket pünktlich von A nach B gebracht werden. Dazu bemerkt die ÖBB an:

Ausserdem könnten die Passagiere ja auf Nummer sicher gehen und sich die Sitzplätze im Voraus reservieren.

Denn mit einem Ticket hat nur das Anrecht von A nach B gebracht zu werden. Wann das geschieht, dass liegt im Ermessen der Bahn. Der Österreiche Verein Fahrgast merkt in der Presse an, dass es in letzter Zeit häufiger vorkommen sei, dass die Züge so voll fahren, dass nur noch die Leute mit Reservierungen einsteigen durfent.

Fazit: Auch in anderen Ländern ist der Service nicht wirklich besser.

Zug lässt Halt aus? Notbremse hilft nicht wirklich

1. Januar 2008 von Lim_Dul

Am 8. Dezember ging in Fürth am Bahnhof eine Zeitlang fast garnichts. Der Grund war, dass ein Regionalexpress nach einen Nothalt etwas unglücklich mittem im Weichenbereich des Bahnhofs zum stehen kann. Und somit blockiert er nicht ein Gleis sondern gleich mehere. Wie genau es dazu gekommen ist, gibt es unterschiedliche Berichte. Zunächst mal den aus den Fürther Nachrichten:

Wegen der Überfüllung entschied das Zugpersonal, in Emskirchen, Siegelsdorf und Fürth nicht zu halten. Kurz hinter dem Fürther Hauptbahnhof passierte es dann: Die Kupplung zwischen dem letzten und dem vorletzten Wagen löste sich, der Zug trennte sich. Weil sich dabei die Bremsluftleitungen öffneten, kam der gesamte Regionalexpress zum Stehen. Dabei schob die am Zugende fahrende Lok die beiden Wagen wieder zusammen.

Und dann die Version aus zonebattler’s homezone, der mit einem Bekannten, der nähres wusste, gesprochen hatte:

Notbremse

Der Nürnberger Christkindlesmarkt zieht momentan dermaßen viele Besucher an, daß selbst die doppelstöckigen Regional-Expresse am Wochenende bis zum Bersten überfüllt sind. Manche dieser aus Bamberg über Forchheim und Erlangen gen Nürnberg eilenden Züge halten daher nicht mehr in Fürth, weil weiteres Zusteigen schlechterdings unmöglich wäre. Das hielt einen Passagier in einem dieser Züge nicht davon ab, seinem Aussteigewunsch in Fürth durch beherztes Ziehen der Notbremse Nachdruck zu verleihen.

… in diesem Zug weiterfahren

Volle Züge zur Urlaubszeit?

29. August 2007 von Lim_Dul

Und da beschwer sich nochmal jemand über volle Züge in Deutschland.
In das, was bei uns ein voller Zug ist, passen in Indien nochmal locker das gleiche rein.
… in diesem Zug weiterfahren

Klassentrennung oder Stehplätze für alle

12. Oktober 2006 von Lim_Dul

Von Christoph stammt das heutige Erlebnis, was er mir per Mail geschickt hat.
Darin geht es um einen Schaffner, der die Fahrgäste nicht besonders freundlich behandelt hat, obwohl einer der Fahrgäste Hilfe vom Schaffner gut hätte gebrauchen können. … in diesem Zug weiterfahren

Aufgeschnappt:

3. August 2006 von sara

Kürzlich in der Berliner U-Bahn, proppevoll, zur schönsten Feierabendhauptverkehrszeit, eine gesichtslose Stimme aus der Menschenmenge im hinteren rechten Wagonteil:

“BVG - genieß die Fahrt in vollen Zügen.”

1/2 Sekunde kollektives Nachdenken, dann allgemeines lautes Gelächter.

Humor kann Leben retten, so oberarm-an-oberarm-klebend in der U-Bahn stehend :)