Personalmangel an Bord

8. Dezember 2008 von Matze

Neulich im ICE von Berlin nach Frankfurt folgende Durchsage (sinngemäß):

“Sehr geehrte Damen und Herren, wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass aufgrund kurzfristigen Personalmangels dieser Zug nicht mit genügend Zugbegleitern besetzt ist. Aufgrund der hohen Sicherheitsbestimmungen der Deutschen Bahn sind wir daher leider gezwungen, die Wagen 5, 6, 7 und 8 für Fahrgäste zu sperren. Wir möchten Sie daher bitten, die Wagen selbstständig zu räumen und in die vorderen Wägen umzuziehen. Sollten Sie dies nicht tun, dürften wir unsere Fahrt nicht weiter fortsetzen, was eine Verspätung von mindestens 40 Minuten zur Folge hätte. Wir bitten Sie, die Unanehmlichkeiten zu entschuldigen.”

Da stellt sich mir die Frage: Warum fahren viele Regionalzüge komplett ohne Zugbegeleiter durch die Gegend, aber bei Fernverkehrszügen müssen schon komplette Wagen gesperrt werden, wenn im Zug nicht mehr die volle Anzahl an Zugbegleitern vorhanden ist?

Vielen Dank an Benny für den Hinweis.

ICEs in der Werkstatt - Chaos bei der Bahn-Leitung

13. Juli 2008 von Lim_Dul

Ich bin am Freitag von Siegburg nach Frankfurt gefahren, eine Strecke die von dem Ausfall der ICE 3 massiv betroffen war (und immer noch ist). Dabei konnte man so einiges nebenbei erfahren. Aber erstmal ein herzliches Dankeschön an die Bahn-Mitarbeiter am Bahnhof Siegburg und an das Zugteam des ICE 727 (gefahren als ICE 2000), denen man in dieser Situation nichts vorwerfen kann, im Gegenteil!
Aber der Reihe nach.

Erstmal die allgemeine Bewertung, wobei ich besonders auf folgenden Kommentar eingehe:

War der Spass eigentlich angekündigt ? Ich meine, in anderen Medien als der Tagesschau ? Für jeden Mist sendet mir die Bahn einen Newsletter aber für sowas nicht ?

Ansonsten war das ganz grosses Kino heute. Praktisch kein Fernverkehrszug fuhr zwischen Dortmund und Köln. Die Regionalbahnen überfüllt. Fernziele damit aber trotzdem nicht erreichbar. Keine Ersatzzüge. Dann die Auskunft des Bahnpersonals, man könne sich ja die Fahrkarte erstatten lassen, wenn man sein Ziel nicht erreichen könne. Tja, da war sie wieder, meine BC100 - kein Fahrschein, keine Erstattung.

Und dann noch die Aussage, die Wartungsarbeiten wären eine reine Vorsichtsmassnahme, es habe keinerlei Gefahr bestanden. Hallo ? Fast alle ICE3 gleichzeitig von der Schiene nehmen ? Wenns nicht so dringend gewesen wäre, hätt man die alle schön einzeln durchchecken können. Aber wahrscheinlich fahren die schon länger schrottreife Fahrzeuge und wollen die Reisenden nicht verunsichern.

Warum werden solche “Notfälle” eigentlich immer auf dem Rücken der Reisenden ausgetragen ? Könnte man nicht Sonderschichten in den Instandhaltungswerken anordnen, so dass das Altmetall nachts und am Wochenende durchgecheckt wird ?

Nun, bei einem ICE ist ein Teil gebrochen, dass nicht hätte brechen dürfen. Ursache unbekannt. Das die Bahn in dieser Situation sinnbildlich gesprochen die Notbremse zieht und die baugleichen Züge zum Sondercheck einberuft halte ich für vollkommen in Ordnung. Immerhin ging es auch die Presse, so dass man zumindest eine Chance hatte zu reagieren. Und das das eine Zeit dauert ist klar, selbst mit Sonderschichten. Denn soviele Werkstätten, die einen ICE 3 derartig checken können, wird die Bahn verständlicherweise nicht haben.

Positiv: Immerhin hat die Bahn es geschafft auf ihre Seite eine Liste der Züge zu packen, die nach einem anderen Fahrplan fahren oder ausfallen. Das heißt, man konnte sich informieren ob eine Verbindung besteht oder nicht.

Leicht Negativ: Die Änderungen waren nicht in der Reiseauskunft eingearbeitet. Ich vermute mal stark, dass das technische Gründe hat, ärgerlich ist es dennoch.

Leicht Negativ: Dee Informationen im Netz hätten ausführlicher sein können. So habe ich erst später in Siegburg erfahren, dass die Neubaustrecke Köln - Frankfurt stündlich bedient wird. Dies war aus den Infos im Netz nicht offensichtlich. Seis drum.

Nun stand ich also gegen 17:40 Uhr in Siegburg und hatte von den Mitarbeitern erfahren, dass der ICE 727, den ich um 17:57 nehmen wollte, fahren sollte. Dann so gegen 17:50 Uhr wurde er auf der Anzeigetafel angezeigt - mit dem Hinweis “fällt aus”. Nun hörte man die DB Mitarbeiter fluchen und auf die Einsatzleitung schimpfen. Die Mitarbeiter waren von dieser Anzeige genauso überrascht wie ich, da ihnen versichert wurde, der Zug fährt. Einer der Mitarbeiter meinte auch:
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Bahn weist im Streit mit dem VRR nach eigenen Angaben die Leistung nach

18. Juni 2008 von Lim_Dul

Der VRR hat ja der Bahn (bzw. genauer der DB Regio NRW GmbH) gekündigt. Grund war, dass nicht in 90% der Züge nach 19 Uhr Sicherheitspersonal war.

Die Bahn hat nun nach eigenen Angaben dokumentiert, dass sie genügend Sicherheitspersonal gestellt hat:

Das für die gesamte Laufzeit des Vertrages festgeschriebene Kontingent für Sicherheits- und Servicedienste in S-Bahnen nach 19 Uhr von genau 112.000 Einsatzstunden pro Jahr hat DB Regio NRW durch monatliche Liefernachweise und entsprechende Abrechnungen für die Jahre 2004 bis 2007 lückenlos nachgewiesen. Diese sind dem VRR unwidersprochen zugegangen.

Dort ist nur von geleisteten Stunden die Rede, nicht wie sich die auf die Züge verteilen.

Was aber ein Grund für die Unterschiede in der Wahrnehmung sein könnte schreibt Oskar schön in einem Kommentar:
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Schaffner gesucht

7. März 2008 von clekis

Liebe “Schaffner”,

ich habe euch heute auf meiner Fahrt sehr vermisst -  und dabei war ich nicht alleine. Auf meinen insgesamten 7 Fahrten mit eurem Unternehmen durch drei Bundesländer hätte ich eigentlich fünf oder sechs Schaffner begegnen müssen - gesehen habe ich doch eine ganze Person, die aber noch nicht mal kontrollierte!

Insgesamt hätte ich heute somit knapp 30 Euro sparen können, wenn ich gewollt hätte…Es wundert mich nun wieder um einiges weniger, dass es soviele Schwarzfahrer gibt.

Bitte, sagt mir Bescheid, wenn ihr nicht mit euren Kollegen streikt und wieder arbeiten wollt. Danke!

Special Event Weihnachten

24. Januar 2008 von Lim_Dul

Per Mail ist folgender Beitrag von Mark eingetrudelt:

Mein Brief an die Bahn:
Sehr geehrte Damen und Herren der Bahn,
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Nach der Einigung ist vor dem Streit

15. Januar 2008 von Lim_Dul

Noch ist die Einigung zwischen Bahn und GDL nichtmal besiegelt tauchen schon die nächsten Streitpunkte (im Plural!) am Horizont auf.

Da wäre zum einen das Problem, dass der Tarifvertrag zwischen und Bahn und Transet/GDBA eine Revisionklausel enthält. Prinzipiell besteht, sofern juristisch gesehen der Abschluss der GDL besser ist, nun die Möglichkeit diesen Tarifvertrag aufzukündigen. Die GDBA hat diese bereits angedroht. Aktuell verhanden die Gewerkschaften über ein neues Entgelt- und Tarifsystem bei der Bahn. Laut Spiegel hat die GDBA gesagt:

“Sollte es nötig sein, über die Klausel Druck auszuüben, werden wir das tun”, sagte GDBA-Chef Dieter Hommel der “Neuen Presse”. Sollte die Bahn bei den Verhandlungen über ein neues Tarifsystem die Forderungen der GDBA nicht berücksichtigen, könnte die Gewerkschaft den Tarifvertrag kündigen.

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Heiligabend im Zug steckengeblieben

15. Januar 2008 von Lim_Dul
Kommunikation
Kommunikation

Dieser Beitrag gehört zur Themenwoche Kommunikation.

Ich hoffe, sowas ist diese Weihnachten niemanden passiert. Aber auf einestages.spiegel.de gibt es eine Geschichte über den Heiligabend 2002, wo aufgrund von Eisregen der Zugverkehr teilweilse zum erliegen kam.

Und es ist leider auch ein Musterbeispiel, das auch damals die Kommunikation bei der Bahn nicht berauschend war. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass dies wirklich eine außergewöhnlich, nicht umbedingt vorherzusehende Situation war. Dennoch darf sowas eigentlich nicht vorkommen:

Nach drei Stunden gibt Zugchef K. durch, er habe per Handy endlich dem Notfalllagezentrum der Bahn berichten können. Vorher kam er nicht durch. Ein höhnisches Johlen geht durch die Waggons.
(…)
Erschütternd wirkte, wie das Zugbegleiterteam von der Bahn bei Kirchweyhe alleine gelassen worden war. Offenbar hatte man zwischen Feierabend und Christbaum im Off gesteckt. Anders war es nicht zu erklären, dass von außen stundenlang keine Hilfskonzepte vermittelt wurden.

Bild © Hans Peter Dehn / PIXELIO

Die Bandagen im Kampf zwischen Bahn und GDL werden härter

13. Juli 2007 von Lim_Dul

Heute sollen in Frankfurt Gespräche zwischen GDL und der Deutschen Bahn stattfinden. Im Vorfeld hat die Deutsche Bahn bereits einigen Druck auf die GDL ausgeübt, damit diese dem Tarifabschluss mit Transnet/GDBA zustimmt. Unter anderem ist sie mit einstweiligen Verfügungen gegen die GDL vorgegangen um Warnstreiks zu unterbinden.

Und jetzt fährt die Bahn ein weiteres Geschütz auf. … in diesem Zug weiterfahren

Kundendialog mit der Deutschen Bahn

21. Juni 2007 von Lim_Dul

Einen sehr lesenswerten Brief an den Kundendialog bei der Deutschen Bahn finder sich bei Gedanken eines Pop-Kultur-Süchtigen.

Die Kurzfassung ist, dass er ein Ticket im T-Systems Travel Center per Kreditkarte bezahlt hat. Dies lässt sich dann an einem DB Automaten ausdrucken. Zumindest wenn der Automat funktioniert. Dummerweise fing der Automat an den Beleg auszudrucken und brach dann ab. Die Zeit reichte nicht für einen zweiten Versuch, da der Zug auch kam.

Und damit find die Odyssey an. Um keinen erhöhten Fahrpreis zu zahlen rief er bei der Hotline an und wurde von Pontius zu Pilatus geschickt, ohne das er eine sinnvolle Auskunft bekam. Es sei denn, man findet Auskünfte der Art

Dort sagte man mir, dass das Ticket wieder freigeschaltet werden würde. Auf meine Frage, was mir das bringen würde, hatte die Dame keine Antwort.

hilfreich wenn man im Zug sitzt.

Und wie Murphy nun mal ist, war dann die Zugbegleiterin nicht von der freundlichen Sorte: … in diesem Zug weiterfahren

Das ist Service - und das sogar bei der Bahn

6. Juni 2007 von Lim_Dul

Auf Kasi-Blog gibt es einen Bericht über ein sehr positives Erlebnis mit der Bahn. Und da er zusätzlich bemängelt, dass hier die positiven Eindrücke zu kurz kommen, erwähne ich es hier auch:

(…)Der Schaffner beruhigte sie, ließ den Sohn im Zug aufrufen, rief im Berliner Hauptbahnhof an und bestellte einen Mitarbeiter dorthin, der ihr dort helfen würde, und rief zum Schluss beim Sohn auf dem Handy an. Es stellte sich heraus, dass der schon an der nächsten Haltestelle am Gesundbrunnen warten würde und dann zusteigen würde. Damit war die Frau sichtlich beruhigt - und die Mitfahrer auch.

Das ist wirklich Service, der sogar über das, was man erwarten darf, hinausgeht! Wobei ich persönlich auch sagen muss, dass die meisten Zugbegleiter und freundlich und hilfsbereit waren. Klar gab es bei ihnen auch Ausnahmen, aber wenn ich eine Frage hatte oder was wissen wollte ist mir eigentlich immer geholfen worden. Und auch anderen Mitfahren, sofern ich was mitbekommen habe.

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